Kaffeekind: Jonas Braun von der Kaffeerösterei Braun startet eigenes Kaffeekonzept

Juni 27th, 2011 § 0

Jonas Braun ist ein Kaffeekind. Sein Vater, Rainer Braun, betreibt seit 25 Jahren die Kaffeerösterei Braun in Mainaschaff und ist damit einer der alten Hasen in der deutschen Kleinröstereien-Szene. Dass sich Jonas früher oder später mit einem eigenen Kaffee-Konzept selbständig machen wird, war also quasi vorprogrammiert. Seit einigen Wochen ist er nun mit Labelmycoffee am Start, einem neuen Konzept, bei dem sich Unternehmen ihre individuell designten Qualitäts-Kaffees bestellen können.
„Aufgrund des sich rasant durchsetzenden Franchisings in der deutschen Café- und Backwarenbranche gehen zwangsläufig nicht nur Individualität, Varietät und Klasse der Kaffees verloren, sondern auch ein unwiederbringlicher Teil jeder örtlichen Kultur und Tradition. Darüber hinaus ist die deutsche Kaffeekultur geprägt von kurzzeitgerösteten und deshalb schwer verträglichen Industriekaffees sowie von überwiegend eintönig gestalteten Verpackungen. Das will ich mit meinem Konzept ändern,“ fasst Jonas den Gründungsgedanken zusammen.

Jonas Braun von Lojo´s Coffee

Damit sich nicht nur Firmen-, sondern auch Privatkunden von der besonderen Qualität der Braun´schen Kaffees überzeugen können, gibt es eine eigene Marke namens Lojo´s Coffee, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Denn 1. unterstützen wir natürlich gerne neue Gründer in der Kaffeeszene und 2. schmeckt der in der Familien-Rösterei geröstete Kaffee wirklich lecker! Dass er im Langzeit-Röstverfahren geröstet wurde und außerdem Bio und FairTrade bzw. UTZ zertifiziert ist, versteht sich dabei von selbst.
Die Lojo´s Kollektion ist noch recht übersichtlich. Ganz nach dem Motto „Weniger ist Mehr“ gibt es einen Espresso für die verschiedenen Espresso-Zubereitungsarten, einen Kaffee für Vollautomaten und einen klassischen Kaffee für alle Filterzubereitungsarten. „Das Sortiment habe ich natürlich auch mit Hilfe der Jahrzehnte alten Erfahrung meines Vaters zusammengestellt. So bieten wir zum Beispiel den „Silver Label“, unseren klassischen Filterkaffee, nur gemahlen an, da die meisten Filtermaschinen-Besitzer keine Mühle haben. Umgekehrt gibt es zum Beispiel unseren „White Label“ nur in ganzer Bohne, da er speziell für Vollautomaten konzipiert wurde,“ erklärt Jonas.

Doch jetzt wollen wir Dir Jonas im Kaffeepiraten-Interview noch einmal genauer vorstellen.

Jonas Braun von Lojos´Coffee bei den Kaffeebauern

bpcc_Lojo´s Coffee ist eine ganz neue Marke auf dem Kaffeemarkt. Was genau steckt dahinter, was ist das Besondere an ihr?
jonas braun_Die Attribute unserer Eigenmarke sind klar definiert:
1. Fair: Mit unserem Kaffee wollen wir Kaffeebauern im Ursprung faire Preise und dem Endverbraucher ein Top-Produkt garantieren. Eine klassische Win-Win Situation für alle Beteiligten.
2. Organic: Unsere Kaffees entsprechen ausnahmslos biologisch einwandfreien Kriterien. Nachhaltiges Wirtschaften beginnt nach unserer Philosophie bereits beim Kaffeeanbau. Nur in seiner ursprünglichsten Form – ohne chemische Düngemittel und Ernteautomaten – können wir die Umwelt nachhaltig schützen und hohe Qualitäten für die Verbraucher garantieren.
3. Quality: Gründungsidee und klar definiertes Ziel von Label My Coffee ist es, dem Kaffeeliebhaber ein Top-Produkt anzubieten. Dies hängt zweifelsohne eng mit dem Nachhaltigkeits-Gedanken zusammen. Kaffee ist und bleibt ein Naturprodukt – die Umwelt ist daher unser Grundkapital, das es zu schützen gilt. Weiterhin bedeutet Qualität gleichermaßen Selektion. Persönliche Kontakte zu Kaffeeproduzenten, Importeuren und natürlich den Röstern sind hierbei unentbehrlich.

Kaffeepflanzen

bpcc_Der Kaffeemarkt ist hart umkämpft. Wie gut sind Deiner Meinung nach die Chancen für kleine, neue Kaffeemarken wie Lojo‘s und für Kleinröstereien, die gerade wie Pilze aus dem Boden sprießen?
jb_Seit Jahren erleben wir einen faszinierenden Kaffee-Boom. Erinnere ich mich zurück, produzierte und verkaufte die Rösterei meines Vaters noch Anfang der 90er Jahre fast ausschließlich Mahlkaffee. Das Blatt wendete sich als die ersten Kaffee-Vollautomaten auf den Markt kamen. Plötzlich hatten die Großkonzerne im Gegensatz zu Klein- bzw. Qualitätsröstern enorme Probleme Ihre minderen Qualitäten als ganze Bohnen anzubieten. Durch die „Starbucks-Welle“ wurde Kaffee schließlich zum Lifestyle-Produkt und der Konsument war bereit, mehr Geld dafür zu bezahlen. Klar, dass Kleinröstereien und Coffee-Shops geradezu aus dem Boden sprossen. Allerdings bin ich der Meinung, dass dies nun vorläufig ein Ende hat. Die immer weiter steigenden Rohkaffee- und Energiepreise bereiten vor allem den Röstereien enorme Schwierigkeiten. Im Coffee-Shop Bereich sehe ich es nicht ganz so kritisch, da der Einfluss steigender Preise auf die Tasse gesehen eher marginale Auswirkungen hat.

Kleinen Kaffeemarken rechne ich dennoch hohes Chancenpotential zu. Der Trend zur Individualität ist eindeutig zu spüren. Jeder möchte „besonders“ und „einzigartig“ sein und den ultimativen Kaffee-Geheimtipp in seinen Reihen haben.

Jonas Braun von Labelmycoffee mit Kaffeebauern

bpcc_Du kommst aus einer Rösterei-Familie, bist also mit Kaffee aufgewachsen. Was hat Dich dazu gebraucht dieser Branche treu zu bleiben? Was ist für Dich das Besondere an Kaffee?
jb_Das ist eine interessante Frage. Es ist sicherlich richtig, dass mich der unmittelbare Bezug zu Kaffee bereits in frühen Jahren geprägt hat. Zudem habe ich die Entwicklung der Rösterei von der „Hinterhof-Spinnerei“ meines Vaters bis hin zu einem mittelständischen Unternehmen von Beginn an miterlebt. Wer im zarten Alter von etwa drei Jahren bereits auf Kaffeesäcken gesessen hat, kann Kaffee sicherlich zurecht als Muttermilch-Ersatz bezeichnen. Dass ich der Branche treu bleibe, hat sich daher schon früh abgezeichnet. Mitverantwortlich sind allerdings auch viele positive Erfahrungen die ich in Bezug zu Kaffee erlebt habe. In einer riesigen Handelskette verbindet Kaffee Menschen mit unterschiedlichsten Mentalitäten rund um den Globus. Ganz davon abgesehen ist es ein Produkt, das der Kreativität praktisch keine Grenzen setzt.

Kaffee Cupping, Verkostung von Kaffee

bpcc_Was hast Du vor der Gründung Deines eigenen Unternehmens gemacht?
jb_Das gleiche was ich immer noch mache. Lorenz (Mitgründer) und ich studieren nach wie vor BWL mit dem Schwerpunkt Import/Export in der tollen Stadt Köln. Zuvor hatte ich nach meinem Abi eine Banklehre absolviert und bin anschließend knapp ein Jahr um die Welt gereist. Erfahrungen die ich keinesfalls missen möchte und der Idee – die schon damals existierte – den letzten Schub Selbstvertrauen gegeben haben.

bpcc_Gerade in den letzten Jahren hat sich sowohl der deutsche, als auch der internationale Kaffeemarkt stark gewandelt: Die Rohkaffeepreise steigen, die Chinesen und Japaner mischen immer mehr im Handel mit besonderen Rohkaffees, die Verbraucher legen verstärkt Wert auf Transparenz & Qualität. Welche Konsequenzen ergeben sich Deiner Meinung nach daraus für die Röstereien und die Verbraucher?
jb_Grundsätzlich gibt es zwei Erklärungen für die drastische Preissteigerung auf dem Kaffeemarkt. Einerseits sind viele produktfremde Investoren im Spiel, die durch Spekulationen oder Anlagen den Preis künstlich in die Höhe treiben. Andererseits trägt die derzeitige Verknappung von hochwertigen und zertifizierten Kaffees ihren Teil zur Preissteigerung bei. Die enorme Nachfrage aus China und Japan ist sicherlich ein Grund hierfür. Insbesondere für kleinere Röstereien wird es daher in Zukunft schwer werden, ihren Kunden Spitzenkaffees zu „annehmbaren“ Preisen anzubieten.

Jonas Braun von Labelmycoffee

bpcc_Welche Kaffee-Anbauländer hast Du schon bereist und was waren die prägendsten Erlebnisse, die Du dort hattest?
jb_Dank meines Vaters bin ich in der glücklichen Lage, bereits einige Kaffeeanbauländer dieser Welt bereist zu haben. Von Indien über Guatemala, Laos, Brasilien und Kuba. Ein Schlüsselerlebnis war für mich definitiv eine Reise nach Guatemala. Zwei Wochen mit einheimischen Kaffeebauern von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Kaffee zu pflücken… plötzlich wurde mir bewusst, was es heißt in tropischer Hitze diesen Knochenjob auszuüben und dafür einen Hungerlohn zu erhalten. Seitdem wusste ich jede Tasse Kaffee auf eine ganz andere Art und Weise wertzuschätzen…

bpcc_Welches Anbauland würdest Du Leuten empfehlen, die zum ersten Mal Kaffee in seinem Ursprung erleben wollen und warum?
jb_Definitiv Laos. Dort machte ich einen kurzen Abstecher während meiner Weltreise. Eher zufällig bin ich auf die Kaffeeplantagen gestoßen die sich im Südlichen Teil von Laos auf dem sogenannten Bolaven-Plateau befinden. Dank meines vier Dollar/Tag Mopeds konnte ich dort in relativ kurzer Zeit sämtliche Plantagen abklappern. Mein Geheimtipp für all jene, die in Laos an einer Plantagenführung und an Rösttricks mit einer Wok-Pfanne interessiert sind: Hier vorbeischauen.

bpcc_Woher kommen Deiner Meinung nach die besten Rohkaffees und warum?
jb_Diese Frage ist sicherlich nicht zu beantworten. Als Genussmittel ist und bleibt Kaffee immer Geschmackssache – und Geschmack ist bekanntlich subjektiv. Zudem hat Kaffee meiner Meinung nach mit Emotionen, Gefühlen, Erfahrungen und vor allem Lebensgefühl zu tun. Hervorragende Kaffees gibt es viele auf der Welt, ich würde lügen wenn ich hier eine konkrete Antwort gäbe.

bpcc_Was trinkst Du lieber: Kaffee oder Espresso? Und wie bereitest Du ihn zu?
jb_Auch hier möchte ich mich nicht festlegen. Je nach Situation haben beide Zubereitungsarten ihren Reiz. Zum Frühstück trinke ich besonders gerne Filterkaffee – und zwar ganz unkonventionell handaufgebrüht. Ansonsten liebe ich natürlich Espresso aus meiner Siebträgermaschine.

bpcc_Wie viele Tassen trinkst Du täglich? Bist Du eher ein Genuss- oder ein Vieltrinker?
jb_Täglich komme ich vielleicht im Schnitt auf 3-5 Tassen – Ein gesundes Mittelmaß zwischen Genuss- und Vieltrinker also… ☺

Lieber Leser, nach diesem Interview hat man doch richtig Lust auf eine Tasse Kaffee, oder? Dann komm an Bord und sichere Dir die fette Beute! Hier entlang, bitte.

Kaffeeschulung in der Murnauer Kaffeerösterei

Juni 20th, 2011 § 0

Black Pirate Coffee CrewKaffeeschulung
Kaffeeschulung Murnauer Kaffeerösterei
Einen ganzen Tag lang Kaffeekunde, Verkostung und Rösten – das könnten wir wöchentlich wiederholen! Aber leider fehlt uns dafür  die Zeit. Darum haben wir Röster Thomas in Murnau besucht und von ihm gleich die doppelte Portion Kaffeewissen mitgenommen. Thomas Eckel ist gelernter Kaffeesommelier und nimmt seit zwei Jahren am Cup of Excellence teil. Seinen Job als Finanzvorstand eines Softwareunternehmens hat er gegen die eigene Röstere getauscht und geht seither voll in seiner Leidenschaft für das schwarze Gold auf. Fünf Stunden lang lässt er uns an seinem umfassenden Wissen teilhaben. Wir erfahren mehr über Rohkaffees und Kaffeeanbau, machen eine Aromaschulung, rösten im kleinen Probenröster und lernen zu Cuppen. Vielen Dank, lieber Thomas! Mehr Fotos von der Schulung findest Du auf unserer Facebook-Seite unter diesem Link.

Info: Schulungen gibt Thomas regelmäßig in seiner Murnauer Kaffeerösterei zu sehr fairen Konditionen. Wenn Du Interesse hast, dann frage einfach direkt nach.

Frauen in der Kaffeewelt: Melitta Bentz

Juni 16th, 2011 § 1

Melitta Filterkaffee
Melitta Bentz, das ist das Urgestein des anständigen Kaffeetrinkens, eine Koryphäe deutscher Kaffeetradition! Sie erkannte, dass Kafeesatz in der Tasse nicht nur unangenehm im Mund krümelt, sondern auch den Geschmack von Kaffee verändert – und hat mit dem Kaffeefilter eine Zubereitungsart erfunden, die bis heute in aller Welt verwendet wird.

1908 ist es, als Melitta in ihrer Küche in Dresden steht, das Löschpapier ihres Sohnes in einem Schulheft sieht und auf die Idee kommt. Sie durchlöchert einen Kochtopf, legt das Löschpapier hinein, füllt Kaffeemehl darüber und gießt darauf heißes Wasser. Heraus kommt der klassische Filterkaffee, so wie wir ihn bis heute kennen.

Melitta Bentz Filter

Melitta zeigt ihren Freundinnen die Erfindung und sorgt für Furore. Natürlich sind die Hausfrauen allesamt begeistert. Und so beschließt sie, die Idee zu patentieren und zu vermarkten. Mann und Sohn helfen tatkräftig mit und schon 1911 gewinnt Melitta Preise, zum Beispiel bei der Internationalen Hygieneausstellung. Aus dem runden Löschpapier wird das Filtertütchen, aus dem durchlöcherten Topf der Filteraufsatz aus Keramik – und das Unternehmen wächst und wächst.

Heute ist die Melitta Unternehmensgruppe Bentz KG ein internationaler Konzern mit über 3000 Mitarbeitern und Produkten wie Toppits und Swirl und hat allein 2010 weltweit 1.301 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

Wir verbeugen uns erfürchtig vor der Leistung dieser Dame: denn auch wir bereiten Kaffee regelmäßig in unseren heißgeliebten, auf dem Flohmarkt erstandenen Keramikaufsätzen zu. Wie wir ihn am liebsten mögen?
Hier ist unser Zubereitungstipp:

    Filterkaffee Zubereitung

  1. Den Filter in den Aufsatz legen und diesen kurz mit heißem Wasser rundum anfeuchten. So verhindert man, dass der Kaffeegeschmack durch das Filterpapier verfälscht wird.
  2. Filterkaffee Zubereitung

  3. Während man das Wasser aufkocht, wird der Kaffee frisch gemahlen: Pro kleine Tasse 15 Gramm, der hell- bis mittelbraun geröstet ist. Die Mahlung sollte feinkörnig sein, wie Sand – gröber als für den Siebträger, aber feiner als für die French Press. Nach dem Aufkochen das Wasser 1 Minute abkühlen lassen, so dass es bei etwa 94 Grad ist.
  4. Filterkaffee Zubereitung

  5. Nun wird das Wasser gleichmäßig aufgegossen. Zunächst ein kurzer Schwung bis das Kaffeemehl vollständig bedeckt ist, damit es kurz aufquellen kann. Kurz warten, dann den Rest aufgießen. Wenn das Wasser nur noch dünn aus dem Filter tropft, ist der Brühvorgang abgeschlossen und der Kaffee kann getrunken werden.

Filterkaffee Zubereitung

P.S. Die besten Keramik Kaffeefilter bekommst Du übrigens von Hario. Und für diesen Aufguss haben wir unseren Piratenkaffee ready to board, lubber? verwendet – einen mild-süßen Single Origin aus Peru.

(Die oberen beiden Bilder kommen aus dem Pressebereich von Melitta)

Die Kaffees von Cavallo Nero im Test

Juni 9th, 2011 § 0

Cavallo Nero ist an Bord gekommen – und bis 26. Juni kannst Du zwei Espressi und einen Kaffee der Biomarke probieren. Cavallo Nero entstricht unseren Kaffeepiraten-Standards, denn die Bohnen werden seit vielen Jahren partnerschaftlich von den selben Kooperativen bezogen. Allesamt stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Und verarbeitet werden sie von der Rösterei Braun in Mainaschaff im schonenden Trommelröstverfahren. Wir haben die Bohnen schonmal in unsere Mühle geworfen und verkostet.

Unser Eindruck: eine vielseitige Kaffeelinie, von mild bis kräftig, schön aromatisch, perfekt für Einsteiger-Baristi und Vollautomaten-Besitzer!

Espresso No1

Cavallo Nero No 1
Latte Art Cavallo Nero

Dieser Espresso ist perfekt geeignet für alle Tüftler, die sich gerade an Latte Art versuchen. Latte Art, das sind diese hübschen kleinen Blätter und Herzen, die man mit Milchschaum in die Espresso-Crema zaubern kann. Der Espresso No 1 nämlich zaubert mit seinem Robustaanteil aus Indien (Region Elkhill) eine derart dichte und feste Crema, dass einem fast schwindelig wird.

Wir schmecken: Ein sehr kräftiges Aroma, dunkle Schokolade mit einer dezent fruchtigen Note.
Zu empfehlen: Definitiv in Milchkaffeegetränken, da der Espresso wirklich stark ist. Ein perfekter Wachmacher am Morgen also!

Mehr Infos gibt es hier, direkt auf der Produktseite.

Espresso ArabicaCavallo Nero Espresso Arabica

Dieser Espresso besteht, sinnigerweise, aus 100% Arabicabohnen, und zwar aus Mexiko. Dunkel geröstet sind sie und das Aroma beim Öffnen des Beutels ist tief schokoladig. Aus der Maschine läuft der Espresso in einem honig-goldenen, gleichmäßigen Strahl.

Wir schmecken: Einen kräftigen Italiener, der eine dezente Säure enthält und darum fruchtig wirkt. Im Abgang schwingt eine blumige Note mit. Interessant!
Zu empfehlen: Wegen der schönen Cremabildung auch gut zum Latte Art Üben geeignet. Ansonsten schmeckt er uns pur am besten.

Mehr Infos gibt es hier, direkt auf der Produktseite.

Caffé Extra Mild

Cavallo Nero Caffe Mild

Ein weicher, nussiger Duft strömt aus dem Kaffeebeutel der Röstung “Extra Mild”. Wir bereiten ihn in der French Press zu – mit 14 Gramm pro Tasse, grob gemahlen.

Wir schmecken: Einen sehr vollmundigen Kaffee, mit einer deutlichen Süße. Schön schokoladig und harmonisch ist er. Allerdings hat er den Namen “Extra Mild” wegen seiner Bekömmlichkeit verdient. Denn der Geschmack ist definitiv kräftig.
Zu empfehlen: Ein toller Kaffee für French Press und Filteraufguss. Auch zu empfehlen im Vollautomaten! Ein super Alltagskaffee, weil er schön magenschonend ist.

Mehr Infos gibt es hier, direkt auf der Produktseite.

Die besten Cafés in Berlin Mitte

Juni 6th, 2011 § 0

Am Wochenende war ich zu einem Fest in Berlin eingeladen – und hatte zwischendurch kurz Zeit für einen Kaffeetrip durch Mitte. Hier sind meine Top Tipps:
Röststätte Berlin
Röststätte, Ackerstr. 173, Nahe Linienstraße
Café mit Verkaufsraum für Maschinen, Mühlen und Zubehör – das Sortiment ist toll. Die Lage ist ein guter Ausgangspunkt für einen Bummel durch die Linienstraße mit ihren Kunstgalerien und kleinen Boutiquen. Der Service ist es geht so, der Cappuccino aber wirklich lecker und einwandfrei zubereitet.
Syndicato Berlin
Syndicato Berlin
Syndicato Berlin
Il Syndicato, Weinbergsweg 5
Am Rosenthaler Platz, dem Hotspot für Traveller aus aller Welt. Wir waren gespannt auf die Slayer Espressomaschine! Ausgeschenkt wird die Milk Blend von den Bonanza Coffee Heroes aus der Oderberger Straße: Einmal probiere ich ihn als normalen Shot, einmal mit doppelt Kaffeemehl. Die Shots waren extrem kurz, aber der Espresso ist natürlich toll! Süß wie Honig, sehr fruchtig – macht wach!
No More Sleep Berlin
No More Sleep Berlin
No More Sleep, Mulackstraße
Kleines, gemütliches Café – initiiert von den Machern von Mykona, deren Kaffees wir auch in unserem Shop verkaufen und der Digital Art Agentur No More Sleep. Wer Ruhe vom Trubel in der Alten Schönhauser Straße sucht, ist hier genau richtig. Ausgeschenkt wird der Espresso Melina aus Sulawesi, der von Armin Machhörndl in Nürnberg geröstet wird.
The Barn Berlin
The Barn Berlin
The Barn, Auguststraße 58
Mein Favorit: Ein kleiner Laden an der Ecke zur Linienstraße. Liebevoll eingerichtet, mit viel Holz. An der zweigruppigen La Marzocco stehen gleich zwei Baristi – einer zieht die Shots, einer kümmert sich um die Milch und das Gießen. Kaffee gibt es auch aus der AeroPress (besonders lecker ist der Iced AeroPress Coffee!) und wenn es nicht so voll ist aus dem Syphon. Köstliche Pasteles und belegte Brote gibt es auch…Der Kaffee kommt von den Square Mile Coffee Roasters aus London. Es ist perfekt zubereitet und schmeckt auch so: der beste Milchschaum, den ich seit langem im Cappuccino hatte, schön seidig –frische Biomlich ist einfach gut! Schade, im Koffein-Wahn habe ich irgendwie vergessen ein Foto vom Kaffee zu machen….

Alle Cafés findest Du auch in unserer Übersicht “die besten Cafés”, in der wir noch weitere Tipps für ganz Deutschland aufgelistet haben.

Nachhaltig&fair gehandelt: Cavallo Nero zu Gast an Bord

Mai 31st, 2011 § 0

Der Opa macht Bohrmaschinen mit Weltruf und der Enkel widmet sich Bio-Produkten und irgendwann kommt dabei eine Gourmet-Kaffeemarke aus nachhaltigem und ökologischen Anbau raus….
Wie das geht? Das erklärt uns Oliver Germek, der Geschäftsführer der Mensch&Natur AG aus München.

Cavallo Nero Bio-Kaffees bei der Black Pirate Coffee Crew

hier entlang geht es zu den Kaffees

bpcc_Cavallo Nero ist ein Produkt der Mensch&Natur AG. Was genau ist das Konzept von Mensch&Natur und wie ist ihre Geschichte?
oliver germek_Mensch & Natur ist Inhaber hochwertiger Bio-Marken: “nur natur” war die erste Biotee-Marke überhaupt auf der Welt. Seit 25 Jahren war und ist sie eine Vermarktungsplattform für ökologische Teegärten in Indien und China und zugleich ein Entwicklungsinstrument, um in den Gärten und Plantagen soziale und ökologische Entwicklungen zu stabilisieren. Christoph Bosch, Bio-Pionier und Enkel von Robert Bosch, hatte nur natur erfunden gründete in den 90er Jahren Cavallo Nero: die erste Marke für hochwertige Bio-Kaffeespezialitäten ihrer Zeit.

Kaffeeanbaugebiet im indischen Regenwald

Kaffeeplanzen im indischen Regenwald

bpcc_Was ist das Konzept von Cavallo Nero?
og_
Ausgewählter Bio-Rohkaffee und ein aufwendiges, speziell für Cavallo Nero entwickeltes, Langzeitröstverfahren schaffen Kaffee und Espresso der absoluten Spitzenklasse. Seit Jahren gehört Cavallo Nero zu den besten Kaffees im Markt. Seriös und nicht auf kurzfristige Trends setzend: wir wollen Genussprodukte aus Biokaffee schaffen und wissen, dass dies ausschließlich das Ergebnis jahrelanger, harter Arbeit ist.

bpcc_Wie werden die Rohkaffees für Cavallo Nero ausgewählt? Bio? Fairtrade? Direct Trade?
og_Die Rohkaffees beziehen wir direkt und seit Jahrzehnten bei den überwiegend gleichen Kaffee-Plantagen und Farmen. Alle Kaffees sind Bio zertifiziert. Viele stammen zudem aus Utz-Kapeh oder Fairtrade Herkünften, was aber für uns kein zwingendes Kriterium mehr ist. Warum? Wenn heute Millionen von Fairtrade zertifizierten Kaffees über Discounter und Kaffeeketten verkauft werden, ist eine Zwickmühle für den verantwortungsbewussten Verbraucher vorprogrammiert. Denn solche große Produktionsmengen sagen nichts mehr über Qualität aus. Hier ist sehr viel Verantwortungsbewusstsein gefragt.

Kaffeeanbau in Indien

Kaffeeanbaugebiet in Indien

bpcc_Die Mensch&Natur AG sucht die Rohkaffee-Lieferanten direkt in den Anbauländern selbst aus. In welchen Ländern haben Sie Kooperationen? Wo gibt es den größten sozialen Verbesserungsbedarf für die Kaffeebauern?
og_Seit über 15 Jahren achten wir auf höchste Bio-Qualität und eine nachhaltig-dauerhafte Zusammenarbeit: so beziehen wir aus unseren Hauptherkünften in Indien und Mexiko seit mehr als 10 Jahren den Rohkaffee von den gleichen Farmen und Kooperativen. So etwas gelingt nur dann, wenn man in guten und schlechten Zeiten ein verlässlicher Partner ist.
Verbesserungsbedarf gibt es zugleich in sozialen, ökologischen und ökonomischen Fragen. Wir sehen nach Jahrzehnten dort die größten Verbesserungen, wo Mensch und Natur ein gesundes Gleichgewicht gefunden haben und mit Perspektive für sich und ihre Familien dort leben. Eine zugegeben pauschale Antwort, die zeigt, dass jedes Land seine eigene Herausforderungen hat – die gilt es konkret zu adressieren.

Kaffeesortiererinnen bei der Arbeit

Kaffeesortiererinnen bei der Arbeit

bpcc_Der Kaffeemarkt befindet sich im Wandel: Die Preise für Rohkaffee steigen, die Japaner und Chinesen drängen immer mehr in den Handel mit hochwertigen Rohkaffees. Was sind Ihrer Meinung nach die größten Schwierigkeiten für europäische Kaffee-Anbieter in der Zukunft?
og_Die steigende Nachfrage und Kaufkraft gerade in Indien und China sowie zunehmende Spekulationsgeschäfte an Rohkaffee-Märkten lassen die Preise derzeit massiv steigen und die Nachfrage nach Spitzenkaffees aus China und Indien lässt den Markt „austrocknen“. In diesem Umfeld wird es für Anbieter in Europa immer schwerer, echte Plantagen- oder Länder-Kaffees zu moderaten Preisen anzubieten.

bpcc_Wie ist ihre Einschätzung für die Zukunft des deutschen Kaffeemarktes? Wird der Wandel hin zum hochwertigen Kaffeegenuss auch die große Masse an Kaffeetrinkern erreichen? Wird Kaffee – auch preislich – wieder zum Luxusgut?
og_Ich glaube schon, dass immer mehr Konsumenten den Genuß hochwertigen Kaffees schätzen und bereit sind, dafür auch mehr Geld auszugeben. Wo Kaffee einen persönlichen Luxus darstellt, wird man auch bereit sein, Luxuspreise zu zahlen.
Wichtig ist, dem Verbraucher zu erklären, worin der Mehrwert eines Kaffees besteht. Besteht er in einer Marketingkampagne mit George Clooney oder besteht er beispielsweise darin, wie ein Kaffee geröstet wurde. So ist unser Cavallo Nero No1-Espresso speziell für die Lufthansa First Class Lounge in München entwickelt worden. Deren Anforderungen: Eine Bohne, aber Spitzenklasse bei Espresso und Kaffee.

Kindergarten der Kaffeeplantage im indischen Elkhill

Kindergarten der Kaffeeplantage im indischen Elkhill

bpcc_Und zum Abschluss interessiert es uns als echte Kaffeepiraten natürlich: Trinken Sie lieber Espresso oder lieber klassischen Filterkaffee? Wie bereiten Sie ihn zu? Und, sind sie eher ein Viel- oder ein Genusstrinker?
og_Morgens Filterkaffee, nach dem Essen Espresso und tagsüber Unmengen Schwarz- und Grüntee!

Cavallo Nero bei der Black Pirate Coffee Crew

Wir sagen: Danke und Ahoi, lieber Herr Germek. Und Dir, lieber Kaffeepirat, raten wir: Ran an die Beute, denn die Kaffees gibt es nur für kurze Zeit! Bitte hier entlang…

World Barista Championship 2011: in 2 Tagen geht’s los

Mai 30th, 2011 § 0

Wir zählen schon die Stunden..in zwei Tagen geht sie los, die World Barista Championship in Bogotá, Kolumbien. Zum ersten Mal findet die alljährliche Weltmeisterschaft der Kaffeekünstler in einem Kaffeeanbauland statt. Und wir sind gespannt wie Raketen wer es wohl diesmal schafft, die Jury von seinen Kaffees zu begeistern.

15 Minuten lang hat jeder teilnehmende Landesmeister Zeit, um den Juroren 4 Espressi, 4 Cappuccini und 4 sogenannte “Signature Drinks” – also ein selbst kreiertes Kaffeegetränk – zu präsentieren. Während dessen muss er (oder sie) sein  gesamtes Vorgehen kommentieren. Und natürlich den Kaffee, den er verwendet, vorstellen und begründen, warum er sich für gerade diese Bohnen entschieden hat. Eine Präsentation, bei der jeder Hangriff und jedes gesagte Wort sitzen muss. Denn alles geht in die Bewertung ein: Der Tamperdruck, die Konsistenz des Milchschaums, der Bewegungsablauf an der Maschine. Kein Krümelchen Kaffeepulver darf nach der Vorstellung auf der Arbeitsfläche zu sehen sein…Eine ziemliche Herausforderung also, die vorab hunderte Male geübt wurde.
Während der Präsentation kann der Barista übrigens seine selbst gewählte Playlist spielen lassen. Bei den World Barista Championship im letzten Jahr in London gefiel mir die Musikauswahl von Mike Philipps am besten. Die Show begann mit den Dire Straits und “gipfelte” mit einem ABBA-Lied. Klar, dass das Publikum da mitgerissen wurde und ihn kräftig anfeuerte. Die Stimmung war großartig – und er gewann. Natürlich sicherlich nicht wegen der Musik, aber seine Show war einfach rundum perfekt.

Aber bevor ich weiter von Mike Philipps schwärme, wollte ich Euch auf etwas ganz anderes hinweisen: Da wir leider nicht selbst nach Bogotá fahren können, schauen wir das Event per Livestream. Und das könnt Ihr auch: Und zwar direkt hier, über die Seite der World Barista Championship.

Ab Donnerstag abend sollten wir alle unbedingt Wolfram Sorg, dem Deutschen Barista Champion die Daumen drücken: Er ist Freitag früh an der Reihe. Den kompletten Ablaufplan findet Ihr unter diesem Link. Und beachtet den Zeitunterschied…

Wo gibt es den besten Kaffee in Peking? Ein paar Tipps…

Mai 25th, 2011 § 0

Kaffeetipps Peking
Eine halbe Milliarde Dollar. So viel Umsatz erwirtschaftet Starbucks mittlerweile in China seit dem Jahr 2006. In nur fünf Jahren hat sich die Kette außerdem einen Marktanteil von 70 Prozent erkämpft, sagt Focus-Money. Unglaublich.
Starbucks Peking
Und selbst wer in Europa Starbucks meidet: Es gibt wenige Fernreisende, die der Kombination von Starbucks-Kaffee und einem Internet-Zugang widerstehen können, wenn sie das vertraute Logo irgendwo entdecken. Verstohlen schleicht man sich also in Städten wie zum Beispiel Xi’an (trotz mehr als fünf Millionen Einwohnern mindestens in Sachen Kaffee provinziell) in eine Starbucks-Filiale und trägt zu eben erwähntem Umsatz bei. Um nämlich „endlich auch in China mal einen vernünftigen Kaffee zu bekommen“. Der Fairness halber muss man ja sagen, dass es auch an Alternativen mangelt. Wer sich aber nicht zu blöd ist, nach Europa einen dieser schnuselig-süßen Starbuck-Mugs mit China-Glasur mitzubringen, der möge bitte im Hardrock-Cafe-Shirt sofort das Land verlassen.

In Peking lohnt es sich allerdings, die großen Kaffee-Ketten zu meiden. Denn die Stadt hat eine wachsende Independent-Szene an Cafés zu bieten, die über alle Viertel verstreut sind. Man muss also nicht konspirativ mit dem Taxifahrer um die Häuser nuscheln, um leckeren Kaffee zu genießen.

Verbotene Stadt Peking
Wer seinen ersten Tag in Peking verbringt, den zieht es wahrscheinlich in die Verbotene Stadt. Auch hier gab es mal einen Starbucks, mittlerweile allerdings nicht mehr. Das neue alte Kaffee im Palace Museum macht Kaffeefreunde allerdings eher unglücklich. Deswegen lohnt es sich zu warten: Und zwar bis zum Besuch des Trommelturms, den man nach der Verbotenen Stadt zu Fuß oder besser mit dem Taxi in ein paar Minuten erreicht. Gleich dahinter findet sich nämlich das Drum & Bell. Wer typische Traveller-Hotspots hasst, der darf nicht weiterlesen. Alle anderen huschen sofort nach oben und freuen sich über mega-muggeliges Abhängen auf der Dachterrasse und den vielen Couchen. Der Kaffee ist eher mittelmäßig (Bauschaum auf dem Cappuccino), aber das macht hier oben nichts. Lieber noch schnell ein Bier dazu bestellen, Bauschaum vergessen.
Drum & Bell Peking

Dann geht’s weiter nach Houhai ins Café de Sofa, gleich am Anfang des Sees und vom Trommel- und Glockenturm in Laufweite. Genau, wieder rauf aufs Dach. Der Kaffee schmeckt hier schon deutlich besser, Atmosphäre auch wunderbar. Aber Vorsicht: Nespresso-Maschine. Stea-Sandwich dazu, Großstadt-Glück.

Als nächstes muss aber was aus dem Siebträger in die Tasse. Das ist in der näheren Umgebung auch kein Problem. Eine gut gepflegte Gaggia steht im Café Zarah, 42 Gulou Dongdajie; hier trifft man zwar selten Chinesen, aber dafür gibt es WLAN und eine gediegene Atmosphäre, in der man wahlweise Emails oder Postkarten schreiben kann. Online findet man den ein oder anderen, der sich über den schlecten Service geärgert hat. Uns ging es hier allerdings 2x richtig gut…

Zwei Tipps würde ich gerne noch loswerden; zum einen wäre da Unconditional Love Coffee, 32 Baiziwan Lu; hier serviert Barista und Eigentümer Lawrence Chen leckeren Kaffee, sein Handwerk hat er in Oregon gelernt. Und nach eigener Aussage dürfen seine Mitarbeiter erst nach sechs Monaten Arbeitserfahrung bei ihm überhaupt an die Espresso-Maschine. Für Kaffee-Geeks ein Muss.
With Space Peking
Und wen es in den 798 Art District verschlägt, Dashanzi, ein bisschen außerhalb, der hat die volle Auswahl. Hier gibt es einige gute Cafes; mein Tipp: das Withspace; der Espresso hat mich uns zwar weniger fasziniert, dafür kann der Barista hier vorzüglich mit der Aufschäumdüse und dem Milchkännchen umgehen: Den schönsten Cappuccino in Beijing gab es hier…
Withspace Peking

Kundenstimmen – Feedback eines Kaffeefreaks

Mai 23rd, 2011 § 0

Bei jeder Rösterei, die wir an Bord vorstellen bitten wir unsere Kunden um Feedback. Denn nur wenn ihnen der Kaffee schmeckt, wird die Rösterei dauerhaft in unser Sortiment aufgenommen. Das ist Piraten-Ehrensache!
Viele Einsendungen haben wir schon bekommen, mal kurze, mal lange. Und besonders großartig war das letzte Feedback einer Kundin zum zum Espresso Flying Pingo der Rösterei Quijote Kaffee! So toll, dass wir Dich, lieber Leser, daran teilhaben lassen wollen. Die Kundin möchte lieber anonym bleiben, aber sie hat uns Bilder von ihrer Maschine mitgeschickt. Und die verraten: Die Kaffees von Quijote Kaffee wurden von einem echten Kaffeefreak getestet! Hier kommt das ultimative Kunden-Feebdack:

Rancilio
Espresso Flying Pingo

Der Flying Pingo ist seit Eröffnung der Rösterei quasi sofort mein Lieblingsespresso geworden. Ich trinke ihn also schon lange (natürlich mit Unterbrechungen, weil ich auch viel teste und es langweilig fände, immer nur einer Stammsorte treu zu bleiben) und bin immer noch und immer wieder von diesem Caffè begeistert. Zum einen bevorzuge ich helle Espressoröstungen (Full City o.ä.), denn ich “leide” immer etwas darunter, daß ich Röstaromen deutlich wahrnehme und bei hellerem Röstgrad bleibt das Aroma unversehrt. :-) Zum anderen macht die Blaubeernote des Gayo Amaro Anteils den Espresso ziemlich einzigartig, finde ich.

Ich muß den Gayo gar nicht pur trinken, gerade dieser deutliche Anklang der Blaubeere in einem dem Blend gibt diesem den gewissen “Kick”.

Als gehebelter Espresso (8,85g auf einen Shot im LaMarzocco Einzelsieb, getamped mit 19 kg per Klick-Tamper und konisch mit der Mazzer Kony gemahlen, Rancilio Gastro Hebler Classe 6) ist der Kaffee ein Hochgenuss, das Shotvolumen ist geringer, so daß es in Richtung Ristretto geht (der Brühdruck- und Brühtemperaturverlauf der Hebelmaschine, samt langer Präinfusion von 25 Sek., tun ihr übriges). Der Kaffee läuft wie ein dünner Strahl heller Milchschokolade, die Crema ist zwar nicht besonders üppig (federbedingt liege ich über die Shotlänge auch tiefer als 9 Bar), aber völlig ausreichend, nicht dünn, sondern fürs Hebeln normal “gut”, schön gemasert und beigebraun.

Der Kaffee duftet nach Heidelbeere – das Kaffemehl auch – und schmeckt gleich hell-fruchtig, aber nicht zu säuerlich

(nicht so extrem fruchtig bis säuerlich wie der Square Mile Winterespresso und auch nicht so fein säuerlich wie der Phönix Blue 5 (vor der Blendänderung auf 5.1). Danach schmecke ich Blaubeere, Marzipan/Amarettini und Nuss, dabei ist der Flying Pingo auch schokoladig. Es gibt keine deutlichen Röstaromen, so daß die Eigenschaften der Einzelsorten nicht verdeckt werden. Der Körper ist gut, der Abgang angenehm und lang anhaltend schokoladig, wobei die Blaubeere immer gegenwärtig ist.

Als Cappuccino fand ich ihn zunächst ungewöhnlich, da er ja einen überraschenden (natürlich positiv gemeint!) Hang zum Heidelbeer-Milchshake oder Heidelbeereis hat! Wo gibt es den sowas… :-) (…)

Kurzum: Ich bin ein Fan dieses Kaffees und habe auch den Eindruck, daß sich der Röster sehr um höchste Qualität (und dazu noch fairen Handel) bemüht, richtig mit Herzblut röstet. Insofern von mir beide Daumen hoch!
Es wäre schön, wenn ihr diese Rösterei weiter im Programm behalten würdet :-)

Kaffeekult in San Francisco

Mai 19th, 2011 § 0

San Francisco
Ein Freund der Kaffeepiraten-Familie war kürzlich in San Francisco und hat uns nicht nur köstlichen Blue Bottle Espresso mitgebracht (wir haben schon darüber berichtet). Sondern auch großartige Bilder, die widerspiegeln wie sehr diese Stadt dem Kaffee verfallen ist. Kaffeekult wohin man geht! Aber seht am besten selbst:
Slayer San Francisco

Ein Cappuccino aus der wunderbaren Slayer Maschine sieht etwa so aus…
Cappuccino San Francisco
Blue Bottle Coffee San Francisco

…und wo keine Slayer steht, da steht natürlich eine La Marzocco

Museum of Modern Art San Francisco

Im Museum of Modern Art bekommt man seinen Cappuccino so serviert. Achtung: Das Getränk rechts daneben ist eine heiße Schokolade! Und den “Mondrian-Cake” hätten wir liebend gerne auch mal probiert…
Blue Bottle Coffee

Bei Blue Bottle Coffee in der Mint Street bekommt man Kaffee aus der five light syphon bar.
Supermarket San Francisco

Und selbst im Supermarkt-Regal steht frisch gerösteter Kaffee aus feinen Röstereien, wie zum Beispiel den Ritual Coffee Roasters. All thumbs up und vielen Dank für die tollen Bilder!