Kaffeetest: Panama Kaffee

September 2nd, 2011 § 2

Ricus ist Kaffeeröster und Fotograf – und hat nicht nur ein Auge für die schönen Dinge, sondern auch den entsprechenden Gaumen. Ein Schöngeist ist er, und so geht er mit Akribie und Ehrgeiz an seine Projekte heran. Uns interessiert natürlich vor allem seine Röstkunst und was dabei herauskommt. Ricus’ Rösterei Panama Kaffee bezieht und verarbeitet zwar – und das sollte vorab nicht unerwähnt bleiben – viele Rohkaffees aus dem berühmten Anbauland Panama selbst. Aber natürlich röstet Ricus auch Spezialitäten aus Ländern wie Indonesien. Ein kleines, feines Sortiment kannst Du nun für vier Wochen bei uns an Bord testen, noch bis zum 25. September. Hier kommt vorab unser Geschmackstest!

Espresso Java Jampit

Espresso Java Jampit
Wir bereiten den Espresso von der Insel Java in Indonesien im Siebträger zu – die Arabicas kommen übrigens von der Plantage Jampit Estate. Ricus hat sie bis kurz vor dem 2. Crack geröstet.

Wir sehen: Die dunkel schimmernden Bohnen erzeugen eine tolle, dichte Crema mit weicher Tigerfell-Oberfläche.
Wie riechen: Der Java Jampit riecht intensiv, rauchig mit einer deutlichen Schokonote.
Wir schmecken: Arabicas aus Indonesien schmecken charakteristisch vollmundig, sie tragen eine natürliche Süße. Ebenso repräsentiert der Java Jampit seine Herkunft. Er ist rassig voll, dabei nicht zu würzig und angenehm im Geschmack. Eine feine natürliche Süße trägt er mit Noten von Schokolade.

Kaffee Panama Boquete

Kaffee Panama Boquete
Aus dem Hochland Panamas, der berühmten Kaffeeregion Boquete kommen diese Arabicas, angebaut von der Familie Ruiz. Ricus hat sie bis zum 3. Viertel des 2. Cracks geröstet. Wir gießen ihn im Filter klassisch auf.

Wir sehen: Für einen Kaffee sind die Bohnen sehr dunkel geröstet. Wir sind gespannt, wie sich das auf den Geschmack niederschlägt.
Wir riechen: Intensiv rauchig mit einer Note von Nuss.
Wir schmecken: Einen vollmundigen, weichen Kaffee mit rauchiger Grundnote. Fein süß liegt er ihm Mund und schwingt leicht nach. Der Nachgeschmack dauert nicht lange an, der Kaffee ist sehr bekömmlich und säurearm. Das Kaffeepiraten-Team ist einstimmig begeistert!

Espresso Panama Spezial

Espresso Panama Spezial
Die Hausmischung von Panama Kaffee hat es in sich. Klassisch italienisch geröstet wurden diese Bohnen aus Indonesien (Semi Washed Mandheling Gr. 1), Brasilien (Sul de Minas NY”, Screen 17/18), Guatemala (SHB washed EP amate) und Indien (Washed Arabica, Plantation AA, Little Flower, Babadudangiri) … und zwar bis zur 1. Hälfte im 2. Crack. Wir bereiten den Espresso im Siebträger zu und probieren ihn als schwarzen Shot und mit Milchschaum als Cappuccino.

Wir sehen: Genau wie der Espresso Java Jampit ist auch beim Panama Spezial die Cremabildung großartig. Der Espresso fließt geschmeidig in die Tasse. Super zum Üben für Latte Art :)
Wir riechen: Die dunklen Bohnen duften deutlich nach Karamell und Schokolade. Sehr angenehm!
Wir schmecken: Einen käftigen Espresso mit deutlicher Nuss-Note und dem Geschmack von dunkler Schokolade. Sehr vollmundig ist er und eignet sich super in Kombination mit Milch – gemischt entwickelt sich eine feine natürliche Süße.

Lust, die Kaffees zu probieren?

Es gibt sie in ganzer Bohne im 250g Beutel ab 6,30€. Und zwar hier.

Kaffeetest: Die Röstungen der Murnauer Kaffeerösterei

Juli 28th, 2011 § 0

Kaffeetest Murnauer Rösterei
Thomas Eckel von der Murnauer Kaffeerösterei ist seit Montag und noch den ganzen August über mit seinen drei Lieblingsröstungen, einem Biokaffee nämlich und zwei Espressi bei uns an Bord. Nimmt man es genau, dürfte man die Röstungen allerdings nicht als “Kaffee” oder “Espresso” kategorisieren. Denn, und das ist das Besondere an Thomas’ Röstkunst: Alle Bohnen, die aus seinem Röster kommen, kann man sowohl als Espresso, als auch als Kaffee zubereiten. Entsprechend dem allgemeinen Trend in der Kleinrösterszene röstet Thomas seine Kaffees recht hell. Das schont die Bohnen und erhält ihre volle Aromenvielfalt.

Wir haben uns bei unserem Kaffeetest für zwei Geräte entschieden, mit denen wir die Röstungen zubereiten: Den Siebträger und die AeroPress. Wir legen los und schütten die ersten Bohnen in unsere geliebte Skerton Handmühle:

Bio-Kaffee Bolivien

Biokaffee Bolivien
Ganz feine Rohkaffee-Bohnen hat Thomas hier aufgetan und wenn er von diesem Kaffee spricht, dann kommt er ins schwelgen. Unglaublich harmonisch und in seinen Aromen ausgeglichen sei dieser Kaffee, meint er. Auf das Ergebnis sind wir nach dieser Aussage natürlich doppelt gespannt. Wir bereiten den Kaffee mit 18 Gramm Kaffeemehl, wie Filterkaffee gemahlen. Die AeroPress füllen wir komplett auf und lassen den Kaffee 45 Sekunden lang ziehen bevor wir den Kolben langsam herunterpressen.

Wir schmecken: Tatsächlich liegt dieser Kaffee weich und voll im Mund und entfaltet behutsam seine Aromen. Wir schmecken feine Nuancen von Mandel, Haselnuss und Schokolade. Dazu ein fruchtiger Anklang – ein extrem harmonischer Kaffee, Tatsache!

Wir empfehlen: Diesen Kaffee sollte man behutsam zubereiten, mit dem Handfilter oder in der French oder AeroPress. Unbedingt schwarz trinken und nicht durch Milch oder Zucker stören!

Hier findest Du den Kaffee im Shop.

Espresso Äthiopien Kaffa

Espresso el Castillo
Dieser Espresso ist wild gewachsen, darum ein “Ökokaffee”. Er besteht aus 100% Arabicabohnen aus Äthiopien, genauer gesagt der Region Kaffa. Trotz fehlenden Robustaanteils und der vergleichsweise hellen Röstung, ist dieser Espresso aber richtig kräftig. Er läuft in einem dichten Cremastrahl aus dem Siebträger in die Tasse und wir nehmen gespannt den ersten Schluck.

Wir schmecken: Einen vollen, würzigen Espresso mit einer deutlichen Schokonote und einem langanhaltenden Abgang und Nachgeschmack.

Wir empfehlen: Auf jeden Fall im Siebträger zubereiten wegen der schönen Cremabildung. Im Espressokocher funktioniert er aber auch super und bekommt diese feine Mokkanote. Und zuletzt ist er natürlich eine perfekte Basis für sämtliche Milchkaffeegetränke.

Hier findest Du den Espresso im Shop.

Espresso el Castillo

Espresso Äthiopien Kaffa
Eine Mischung aus 70% Arabicabohnen aus Kolumbien und Brasilien und 30% Robustabohnen aus Indien – der sich in der Maschine allerdings ganz anders verhält als der Espresso aus Äthiopien. Die Crema ist nämlich sehr hell, was daran liegt, dass auch der Espresso wesentlich heller geröstet ist als der Espresso Kaffa. Und was ergibt der Geschmackstest?

Wir schmecken: Ein nussig, schokoladiges Aroma. Der Espresso ist vollmundig und würzig, allerdings etwas milder als der Espresso aus Äthiopien.

Unsere Empfehlung: Diesen Espresso würden wir immer schwarz trinken, denn er liegt angenehm auf der Zunge und ist schön bekömmlich.

Hier findest Du den Espresso im Shop.

Besuch bei Jonas Braun & Lojo’s Coffee im Test

Juli 1st, 2011 § 0

Jonas Braun Kaffeerösterei
Bevor Jonas Braun mit seiner Kaffeelinie Lojo’s Coffee zu uns an Bord kam, haben wir ihn und seinen Vater in Mainaschaff in ihrer Kaffeerösterei Braun besucht: Und die ist definitiv beeindruckend und hat ganz andere Dimensionen als andere Kleinröster, die wir bisher besucht haben. Dennoch ist die Kaffeerösterei Braun weit davon entfernt, ein Industrieröster zu sein. Vor allem, was die Kaffeequalität betrifft.

Jonas Braun Kaffeerösterei
Vater Braun, den wir oben links im Bild sehen,  kam zum Kaffeegeschäft, als er in den Achtzigern mit seiner Frau im VW Bus durch Südamerika tourte. Er sah Kaffeeplantagen, lernte die Kaffeebauern kennen und war fasziniert. Zurück in Deutschland gründete er seine eigene Rösterei und was ganz klein begann ist inzwischen ein solides Unternehmen geworden. Bekannt ist die Kaffeerösterei Braun inzwischen unter anderem wegen ihrer engen Verbindung zur GEPA, die Fair Trade Company, für die sie sämtliche Kaffees röstet.

Jonas Braun Kaffeerösterei

Der 240 Kilo-Röster wurde gerade erst neu installiert, Rohkaffee-Silos und Röstkaffee-Silos sorgen für die optimale Lagerung der Kaffees, die schonend bei mindestens 20 Minuten geröstet werden. Dabei ist Frische oberstes Gebot: Kein fertiger Kaffee liegt länger als fünf Tage im Silo.

Jonas Braun Kaffeerösterei
Jonas Braun Kaffeerösterei
Jonas Braun Kaffeerösterei

Und im Hochregallager entdecken wir Spezialitäten aus aller Herren Länder. Sohn Jonas Braun ist erst Mitte 20, aber neben seinem Studium schon mittendrin im Kaffeegeschäft. Jede freie Minute hilft er in der Rösterei und in den Ferien bereist er die Anbauländer. Da lag es nahe, dass früher oder später die eigene Kaffeelinie folgen wird.

Mit Lojo’s Coffee hat er eine Linie von zwei Kaffees und einem Espresso entwickelt, die allesamt fair gehandel und biozertifiziert sind.Die Röstungen können bis 24. Juli bei uns im Shop verkostet werden.

Und wenn Dich unser Urteil interessiert, dann kannst Du nachfolgend lesen, wie uns die Kaffees geschmeckt haben:

Black Label Espresso

Black Label Espresso
Der Espresso ist eine Mischung sonnengetrockneter Arabica aus den Wäldern Äthiopiens mit einem Schuss handverlesenem Robusta aus Mexiko und Tansania. Eine typisch italienische, sehr dunkel geröstete Espressomischung, die Power haben soll. Wir öffnen den Beutel und:

Wir riechen: Ein kräftiges, karamelliges Aroma. Intensiv würzig mit einer Süßen Note. Der im Siebträger zubereitete Espresso hat ein fruchtiges Aroma.
Wir schmecken: Das fruchtige Aroma setzt sich in der Tasse nicht fort. Wir schmecken einen würzig, kräftigen Espresso. Die auf der PRoduktangabe benannten Noten von gebrannten Mandeln sind deutlich erkennbar. Der Espresso hinterlässt ein samtiges Mundgefühl.
Unser Fazit: Ein klassischer Espresso, so wie man ihn sich in Italien wünscht – vielleicht nicht ganz so stark, was wir als positiv empfinden. Für seinen Preis ist das definitiv eine großartige Wahl für einen Alltagsespresso, der sich auch toll im Cappuccino macht! Für 10,50€ bekommt man 500Gramm in ganzer Bohne.

White Label Kaffee

White Label Espresso
Eine Arabica-Robusta-Mischung aus den Regionen Genuine Marcala in Honduras, Caiamarca in Peru, und aus Harrar in  Äthiopien. Bestens geeignet für Vollautomaten, aber als Crema Kaffee im Siebträger zubereitet. Wir sind gespannt, stellen die Mühle neu ein, machen den Siebträger startklar und öffnen den Beutel:

Wir riechen: Angenehm süßlich duftende Kaffeebohnen. Sie sind dunkel geröstet und ergeben in der Tasse ein fruchtig süßes Aroma.
Wir schmecken: Einen fein-milden Kaffee mit einer schön weichen Crema und feiner Säure. Der Kaffee ist dennoch vollmundig, hinterlässt aber keinen langen Nachgeschmack.
Unser Fazit: Ein magenschonender Alltagskaffee. Fein mit einem Schuss Kaffeesahne oder als Milchkaffee. Für 9,50€ bekommt man 500Gramm in ganzer Bohne.

Silver Label Kaffee

Silver Label Espresso
In dieser Mischung wurden Bohnen aus Kerala mit Bohnen aus Indien, Brasilien und aus der Kilimadscharo-Region in Tansania gemischt. Der Kaffee ist vorgemahlen, da er explizit für Filterkaffee-Trinker entwickelt wurde. Wir bereiten ihn in der AeroPress zu.

Wir riechen: Einen würzigen Kaffee mit einer fruchtigen Säure.
Wir schmecken: Einen fruchtig-milden Kaffee mit mittelvollem Körper und einem dezenten Nachgeschmack.
Unser Fazit: Ein solider Alltagskaffee, der einen unschlagbaren Preis hat. Für nur 6,80€ gibt es den 500 Gramm Beutel, der bereits vorgemahlen ist.

Die Kaffees von Cavallo Nero im Test

Juni 9th, 2011 § 0

Cavallo Nero ist an Bord gekommen – und bis 26. Juni kannst Du zwei Espressi und einen Kaffee der Biomarke probieren. Cavallo Nero entstricht unseren Kaffeepiraten-Standards, denn die Bohnen werden seit vielen Jahren partnerschaftlich von den selben Kooperativen bezogen. Allesamt stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Und verarbeitet werden sie von der Rösterei Braun in Mainaschaff im schonenden Trommelröstverfahren. Wir haben die Bohnen schonmal in unsere Mühle geworfen und verkostet.

Unser Eindruck: eine vielseitige Kaffeelinie, von mild bis kräftig, schön aromatisch, perfekt für Einsteiger-Baristi und Vollautomaten-Besitzer!

Espresso No1

Cavallo Nero No 1
Latte Art Cavallo Nero

Dieser Espresso ist perfekt geeignet für alle Tüftler, die sich gerade an Latte Art versuchen. Latte Art, das sind diese hübschen kleinen Blätter und Herzen, die man mit Milchschaum in die Espresso-Crema zaubern kann. Der Espresso No 1 nämlich zaubert mit seinem Robustaanteil aus Indien (Region Elkhill) eine derart dichte und feste Crema, dass einem fast schwindelig wird.

Wir schmecken: Ein sehr kräftiges Aroma, dunkle Schokolade mit einer dezent fruchtigen Note.
Zu empfehlen: Definitiv in Milchkaffeegetränken, da der Espresso wirklich stark ist. Ein perfekter Wachmacher am Morgen also!

Mehr Infos gibt es hier, direkt auf der Produktseite.

Espresso ArabicaCavallo Nero Espresso Arabica

Dieser Espresso besteht, sinnigerweise, aus 100% Arabicabohnen, und zwar aus Mexiko. Dunkel geröstet sind sie und das Aroma beim Öffnen des Beutels ist tief schokoladig. Aus der Maschine läuft der Espresso in einem honig-goldenen, gleichmäßigen Strahl.

Wir schmecken: Einen kräftigen Italiener, der eine dezente Säure enthält und darum fruchtig wirkt. Im Abgang schwingt eine blumige Note mit. Interessant!
Zu empfehlen: Wegen der schönen Cremabildung auch gut zum Latte Art Üben geeignet. Ansonsten schmeckt er uns pur am besten.

Mehr Infos gibt es hier, direkt auf der Produktseite.

Caffé Extra Mild

Cavallo Nero Caffe Mild

Ein weicher, nussiger Duft strömt aus dem Kaffeebeutel der Röstung “Extra Mild”. Wir bereiten ihn in der French Press zu – mit 14 Gramm pro Tasse, grob gemahlen.

Wir schmecken: Einen sehr vollmundigen Kaffee, mit einer deutlichen Süße. Schön schokoladig und harmonisch ist er. Allerdings hat er den Namen “Extra Mild” wegen seiner Bekömmlichkeit verdient. Denn der Geschmack ist definitiv kräftig.
Zu empfehlen: Ein toller Kaffee für French Press und Filteraufguss. Auch zu empfehlen im Vollautomaten! Ein super Alltagskaffee, weil er schön magenschonend ist.

Mehr Infos gibt es hier, direkt auf der Produktseite.

Kundenstimmen – Feedback eines Kaffeefreaks

Mai 23rd, 2011 § 0

Bei jeder Rösterei, die wir an Bord vorstellen bitten wir unsere Kunden um Feedback. Denn nur wenn ihnen der Kaffee schmeckt, wird die Rösterei dauerhaft in unser Sortiment aufgenommen. Das ist Piraten-Ehrensache!
Viele Einsendungen haben wir schon bekommen, mal kurze, mal lange. Und besonders großartig war das letzte Feedback einer Kundin zum zum Espresso Flying Pingo der Rösterei Quijote Kaffee! So toll, dass wir Dich, lieber Leser, daran teilhaben lassen wollen. Die Kundin möchte lieber anonym bleiben, aber sie hat uns Bilder von ihrer Maschine mitgeschickt. Und die verraten: Die Kaffees von Quijote Kaffee wurden von einem echten Kaffeefreak getestet! Hier kommt das ultimative Kunden-Feebdack:

Rancilio
Espresso Flying Pingo

Der Flying Pingo ist seit Eröffnung der Rösterei quasi sofort mein Lieblingsespresso geworden. Ich trinke ihn also schon lange (natürlich mit Unterbrechungen, weil ich auch viel teste und es langweilig fände, immer nur einer Stammsorte treu zu bleiben) und bin immer noch und immer wieder von diesem Caffè begeistert. Zum einen bevorzuge ich helle Espressoröstungen (Full City o.ä.), denn ich “leide” immer etwas darunter, daß ich Röstaromen deutlich wahrnehme und bei hellerem Röstgrad bleibt das Aroma unversehrt. :-) Zum anderen macht die Blaubeernote des Gayo Amaro Anteils den Espresso ziemlich einzigartig, finde ich.

Ich muß den Gayo gar nicht pur trinken, gerade dieser deutliche Anklang der Blaubeere in einem dem Blend gibt diesem den gewissen “Kick”.

Als gehebelter Espresso (8,85g auf einen Shot im LaMarzocco Einzelsieb, getamped mit 19 kg per Klick-Tamper und konisch mit der Mazzer Kony gemahlen, Rancilio Gastro Hebler Classe 6) ist der Kaffee ein Hochgenuss, das Shotvolumen ist geringer, so daß es in Richtung Ristretto geht (der Brühdruck- und Brühtemperaturverlauf der Hebelmaschine, samt langer Präinfusion von 25 Sek., tun ihr übriges). Der Kaffee läuft wie ein dünner Strahl heller Milchschokolade, die Crema ist zwar nicht besonders üppig (federbedingt liege ich über die Shotlänge auch tiefer als 9 Bar), aber völlig ausreichend, nicht dünn, sondern fürs Hebeln normal “gut”, schön gemasert und beigebraun.

Der Kaffee duftet nach Heidelbeere – das Kaffemehl auch – und schmeckt gleich hell-fruchtig, aber nicht zu säuerlich

(nicht so extrem fruchtig bis säuerlich wie der Square Mile Winterespresso und auch nicht so fein säuerlich wie der Phönix Blue 5 (vor der Blendänderung auf 5.1). Danach schmecke ich Blaubeere, Marzipan/Amarettini und Nuss, dabei ist der Flying Pingo auch schokoladig. Es gibt keine deutlichen Röstaromen, so daß die Eigenschaften der Einzelsorten nicht verdeckt werden. Der Körper ist gut, der Abgang angenehm und lang anhaltend schokoladig, wobei die Blaubeere immer gegenwärtig ist.

Als Cappuccino fand ich ihn zunächst ungewöhnlich, da er ja einen überraschenden (natürlich positiv gemeint!) Hang zum Heidelbeer-Milchshake oder Heidelbeereis hat! Wo gibt es den sowas… :-) (…)

Kurzum: Ich bin ein Fan dieses Kaffees und habe auch den Eindruck, daß sich der Röster sehr um höchste Qualität (und dazu noch fairen Handel) bemüht, richtig mit Herzblut röstet. Insofern von mir beide Daumen hoch!
Es wäre schön, wenn ihr diese Rösterei weiter im Programm behalten würdet :-)

Blue Bottle Coffee aus San Francisco im Kaffeetest

April 21st, 2011 § 2

Blue Bottle Coffee

Dieses Jahr wurde Ostern für die Kaffeepiraten vorgezogen. Denn heute morgen bekamen wir eine tolle Kaffeebescherung, oder besser gesagt, ein Kaffee-Nest: 2 Espressi der microroasters of organic coffee, genannt “Blue Bottle Coffee”, aus San Francisco wurden uns mitgebracht und natürlich mussten wir die Kaffeebeutel umgehend aufreißen und in die Mühle schütten. Blue Bottle Coffee hatten wir schon vor einigen Monaten bei der Kaffeerecherche entdeckt und ihr minimalistisches Design und den nachhaltigen Ansatz, nur Biokaffees zu verarbeiten, fanden wir super. Dann fuhr ein Freund nach San Francisco und natürlich bekam er von uns die obligatorischen Lieblingscafé-Tipps. Tatsächlich wurde Blue Bottle zu seinem favourite spot – täglich gönnte er sich eine Dosis Blue Bottle Cappuccino.

Und nicht nur ihm schmeckte der Kaffee so gut, dass er immer wieder kam: In den Blue Bottle Coffee Shops in New York, San Francisco und Oakland stehen tagaus, tagein lange Schlangen bis hinaus auf die Straße – nur um einen Becher frischen Kaffees trinken zu können.

Wie es zu Blue Bottle Coffee kam? Ein Musiker und Kaffeefanatiker beschloss, aus seiner Leidenschaft eine Tugend zu machen. Er kaufte sich einen alten 3Kilo-Röster und beschloss, frisch gerösteten, fair gehandelten Biokaffee anzubieten, der vor maximal 48 Stunden geröstet wurde. Eine edle Idee, die schnell viele Fans fand. Und so gibt es inzwischen Coffee Shops mit kleinen, alten Probatröstern an Ost- und Westküste und viele, viele Blue Bottle Addicts.

Blue Bottle Espresso
Mehr Fotos via Laughing Squid

Natürlich wären die Röster von Blue Bottle keine wahren Kaffee-Geeks, wenn sie nicht ganz außergewöhnliche Espressi kreieren würden. Unsere beiden Blends zum Beispiel bereitet man mit 20, bzw 21 Gramm im Doppelsieb, also für 2 Espressi zu. Die Brühtemperatur soll bei 198, bzw 203 Grad (äh Fahrenheit natürlich…) liegen und die Extraktionszeit bei ganzen 35 Sekunden. Entsprechend habe ich so meine Schwierigkeiten bei der Zubereitung. Der Siebträger ist mit 16 Gramm schon randvoll, also tampere ich schonmal vor. Denn den Rest obendrau, schön festgedrückt – aber obwohl ich die Mühle auf den feinsten Mahlgrad eingestellt habe, läuft der Kaffee noch ein bisschen zu schnell durch….ich komme maximal auf 30 Sekunden. Vielleicht liegt das daran, dass die Bohnen inzwischen nicht mehr 48Stunden frisch sind? Kaffee-Experten vor, erzählt mir, wie ich es besser machen kann! Dennoch ist das Geschmackserlebnis berauschend! Allein die Bohnen riechen wunderbar aromatisch und intensiv. Der Roman Espresso riecht fast schon wie ein Cognac, so karamellig süß. Und das, obwohl die Bohnen in simplen Papiertüten verpackt sind!

Blue Bottle Espresso

Wir sind der Meinung, dass Deutschland langsam auch bereit ist: Für Coffeeshops, die so guten Kaffee zubereiten, dass man bereit ist für ihn Schlange zu stehen! Und wer in der Zwischenzeit einmal in die Staaten reisen sollte, kommt an Blue Bottle Coffee nicht vorbei! Hier findet Ihr alle Locations. Und hier könnt Ihr nochmal die ganze Geschichte nachlesen.

P.S. Ach ja, außer dem Roman Espresso probierten wir noch den Hayes Valley Espresso.

Kaffeetest: Die Rösterei Schwarz

März 31st, 2011 § 0

Neues Clubspecial, neue Kaffeerösterei: Diese Woche kam die Rösterei Schwarz zu uns an Bord – im Gepäck eine Kaffee- und zwei Espressoröstungen. Hochdekoriert sind sie, und zwar gleich mit zwei Auszeichnungen vom Magazin “Der Feinschmecker” und vom “selection – Forum für Genießer”. Das wollten wir Kaffeepiraten uns nicht entgehen lassen…hier kommt der ultimative Kaffeetest:

Espresso Hannibal

Espresso Hannibal
Der Espresso Hannibal ist unser heimlicher Favorit. Denn bekanntlich lieben wir kräftige italienische Espressoshots, die richtig wach machen! Diese Röstung enthält einen Robustaanteil von satten 40%. Enthalten sind Bohnen aus Indien, Guatemala, Costa Rica, Sidamo (Äthiopien), Tansania. Wir bereiten in im Siebträger zu:

Wir riechen: Die Bohnen duften schön rauchig, mit einer dezenten Kakaonote. Ebenso riecht der Espresso in der Tasse.
Wir sehen: Satte, dunkelbraun geröstete Bohnen laufen dickflüssig und goldgelb in unsere Tassen und ergeben einen dunklen, cremigen Espresso.
Wir schmecken: Einen echten Italiener :). Kräftig, vollmundig, mit einem rauchigen Nachgeschmack.
Fazit: Ein Klassiker und eine wunderbare Basis für Cappuccino und Co!

Kaffee Brenzgold

Kaffee Brenzgold

Im Januar diesen Jahres wurde die Rösterei mit ihrer Kaffeemischung Brenzgold vom Feinschmecker als eine der besten Röstereien Deutschlands ausgezeichnet. 100% Arabicabohnen aus Java, Sulawesi, Guatemala, Costa Rica, Sidamo (Äthiopien), Tansania sollen eine harmonische, bekömmliche Mischung ergeben. Wir sind gespannt und probieren die Bohnen in der French Press und in der AeroPress. In der French Press mahlen wir das Kaffeemehl schön grob, nehmen 15 Gramm auf eine Tasse und lassen den Kaffee 3 Minuten ziehen. In der AeroPress mahlen wir das Mehl feiner, nehmen einen Löffel auf eine Tasse und lassen alles 45 Sekunden lang ziehen.

Wir sehen: Schön gleichmäßig geröstete Kaffeebohnen in einem satten Goldbraun.
Wir riechen: Die Bohnen im geöffneten Kaffeebeutel riechen intensiv, süß, fast wie ein Kaffeelikör. Der Duft ist dabei nicht wie aromatisiert, sondern natürlich. Lecker, das Wasser läuft uns im Mund zusammen…Der zubereitete Kaffee trägt dieses süßliche Aroma dezent weiter.
Wir schmecken: Der Kaffee liegt weich im Mundraum. Er ist mild und dennoch vollmundig rund, im Abgang schmecken wir eine dezente Säure. Die likörartige Süße verflüchtigt sich im Geschmack, ist nur noch ganz leicht wahrnehmbar.
Fazit: Ein eingänglicher, sehr bekömmlicher Kaffee. Für jeden Tag und den gemütlichen Sonntagskaffee zu Kuchen oder einen Brunch. Ein echter Freund für alle Kaffeetrinker.

Espresso Marco Polo

Espresso Marco Polo

Man beachte unseren neuen, bodenlosen Siebträger-Einsatz, yay :-)!

Der Espresso Marco Polo wurde vom selection – Forum für Genießer ausgezeichnet. 100% Arabicabohnen aus Guatemala, Costa Rica, Sidamo (Äthiopien) und Tansania sollen dieser Espressomischung eine besondere Eleganz verleihen. Wir sind gespannt auf einen dunkel gerösteten Italiener und bereiten die gemahlenen Bohnen klassisch im Siebträger zu (unserer neuen Rocket Cellini Evoluzione, yay!).

Wir riechen: Die gerösteten Kaffeebohnen riechen intensiv nussig, schokoladig. Ein süßes Aroma mit einer dezent rauchigen Note. Lecker!
Wir sehen: Gleichmäßg dunkelbraun geröstete, trocken Bohnen. Der Espresso läuft schön sämig aus dem Siebträger. Trotz 100% Arabicaanteil bildet sich eine satte Crema.
Wir schmecken: Einen vollen Espresso, der mittelkräftig ist und sein nussiges Aroma dezent fortsetzt. Im Abgang entfaltet sich eine feine Säure.
Fazit: Eine tatsächlich elegante Röstung. Nicht zu stark, sehr bekömmlich! Am besten schmeckte er uns pur – ohne Milch, ohne Zucker.

Alle drei Röstungen sind noch bis zum 25. April bei uns an Bord und können unter diesem Link bestellt werden (250 Gramm ab 4,60€). Wir hoffen auf Euer Feedback! Denn nur erfahren wir , ob Euch die Kaffees schmecken und ob wir sie langfristig an Bord behalten sollen.

Neue Kaffees an Bord: starboard und portside im Test

März 14th, 2011 § 1

Espresso starboard portside
Anfang des Jahres besuchten wir Armin in seiner Rösterei Machhörndl in Nürnberg: Ihr erinnert Euch sicherlich an die Geschichte wie Armin zu seiner LaMarzocco GS3 kam….Sie steht sinnbildlich für Armins Kaffeeleidenschaft. Seit rund 5 Jahren betreibt er seine eigene Rösterei, seit etwa einem Jahr beschäftigt er sich gezielt mit Kaffeevarietäten: Und wenn man in das Thema einsteigt, ist Armin kaum noch zu stoppen. Stammbäume hat er schon gezeichnet, diverse molekulare Formeln hinterfragt…Und dabei geht es ihm eigentlich immer nur darum, dass zum Schluss der Kaffee in der Tasse schmeckt. Und natürlich nicht nur “schmeckt”: eine wahre Gaumenfreude soll das sein, sonst lohnt es sich nicht!
Rösterei Machhörndl

Dabei ist Transparenz natürlich oberstes Gebot: Für Armin ist es wichtig zu wissen woher seine Rohkaffees kommen. Bis zur Hacienda, damit er nachvollziehen kann, auf welcher Höhe der Kaffee angebaut wird, welche Varietäten hier wachsen und wie die Bohnen aufbereitet wurden. Denn das ist unerlässlich um zu wissen, wie später der geröstete Kaffee schmecken wird. Armins Einstellung hat uns überzeugt – und seine Kaffees natürlich auch! Direkt nach unserem Besuch bei Machhörndl war uns klar, dass wir Armins Kaffeeschätze an Bord holen müssen. Und endlich haben wir sie erobert!

Extra für uns Kaffeepiraten hat Armin den Röster angeschmissen und zwei köstliche Espressoröstungen kreiert! Hier kommt unser ausführlicher Kaffeetest: » Read the rest of this entry «

Kaffeetest: Square Mile Coffee Roasters vs Bonanza Coffee Roasters

März 3rd, 2011 § 0

Kaffeetest
Square Mile Coffee Roasters
Square Mile Coffee Roasters
Bonanza Coffee Roasters
Bonanza Milk Blend
Kaffeepiraten Kaffeetest

Neulich haben wir mal wieder bei Barista Stephan im Kaffeewerk vorbeigeschaut um seine aus Berlin mitgebrachte Kaffebeute zu testen. In den Ring sollte zum einen die in Berlin bestens bekannte Milk Blend der Bonanza Coffee Roasters steigen und gegen den seasonal Winter Espresso der Square Mile Coffee Roasters aus London antreten. Wer den Kampf gewonnen hat? Hier kommt unser Testbericht:

Aber zunächst einmal zu den beiden Röstereien! 2007 gewann James Hoffman von Square Mile Coffee die World Barista Championship und seither ging es steil bergauf für die Rösterei. In und um London gibt es eine Vielzahl von Cafés, die Square Mile Kaffees ausschenken und verkaufen – natürlich nur solche, die sich am oberen Ende der Kaffee-Qualitätskette befinden. World Barista Champion 2009 Gwilym Davies zum Beispiel, der in London mit mobiler Kaffeebar unterwegs ist, schwört auf Square Mile. Und natürlich dringt ihr Ruf bis Berlin vor, wo sich immer mehr Kaffeejünger tummeln. Mehr über die Rösterei und ihre Kaffees könnt Ihr im Square Mile Blog erfahren.

Bonanza Coffee dagegen ist eine Berliner Rösterei mit zugehörigem Café im Prenzlauer Berg, über die wir schon das eine oder andere Mal berichtet haben. Bonanza ist in Berlin besonders, aber auch deutschlandweit bekannt für die konstant gut Kaffeequalität. Seit einiger Zeit röstet die Crew auch selbst – bekannt ist vor allem ihre Milk Blend – indzwischen gibt es über Berlin verstreut einige Cafés, die geröstete Bohnen der Bonanza Coffee Roasters ausschenken. Ihr Ansatz orientiert sich sehr stark an der Londoner und der amerikanischen Kaffeeszene: Im Café geht nur Kaffee über die Theke der absolut perfekt zubereitet wurde. Teures und perfektes Kaffeeequipment steht vor teurer Ladeneinrichtung. Allerdings: Was sie unterscheidet, ist dass sie sich sehr bedeckt halten. Auf der Webiste findet man nur Adresse und Öffnungszeiten. Man erfährt weder etwas über ihre Philosophie, noch über die Köpfe, die hinter dem Projekt stehen, noch über ihre Kaffees, noch über deren richtige Zubereitung. Ist das edles Unterstatement oder Arroganz gegenüber dem gemeinen Kaffeelaien? Wir wissen es nicht, sind aber auf die Milk Blend besonders gespannt. Doch zunächst zum Seasonal Espresso der Square Mile Coffee Roasters:

Winter Espresso

Der Winter Espresso ist eine Blend aus Südamerika und Afrika, in der sich spannende Anbauregionen tummeln, wie:

40% Monte Alegre, Sul de Minas Gerais, Brazil
20% Hama Cooperative, Kocherie, Yirgacheffe, Ethiopia
20% El Guabo, San Ignacio, Cajamarca, Peru
20% Micromill Blend, Tarrazu, Costa Rica

Auf der Packung steht ausführlichst, wie der Espresso schmecken soll – und entsprechend erwarten wir eine wahre Gaumenexplosion:

On the nose this espresso abounds with notes of creme brulee and rich, sweet fruitcake aromatics. These precede a luscious chocolate mousse mouthfeel – at once both dense, and yet seemingly air-filled and supple. In the cup, the espresso yields generous amounts of muscavado sugar and toffee sweetness with gentle overtones of soft baking spices.

Wir bereiten den Espresso erstmal ganz klassisch zu. 7 Gramm Mehl auf eine Tasse á 25 ml, ca 94 Grad: Und der Espresso ist zu fruchtig und säuerlich. Wir erhöhen die Grammzahl auf neun Gramm. Und schon tut sich etwas in der Tasse. Der Espresso wird volumiger und reicher an Geschmack. Wir schmecken die fruchtige Komponente des Fruitcakes und eine leichte Karamellnote. Der Espresso wird komplexer, je mehr Kaffeemehl wir nehmen. Man kann ruhig 10 Gramm verwenden, bei sieben entfaltet er einfach nicht das gewünschte Aroma.

Unser Fazit: Ein enorm vielfältiger Espresso, extrem komplex und vollmundig. Die natürliche Süße entfaltet sich im Cappuccino optimal. Ein Erlebnis!

Milk Blend

Ja, leider können wir über die Milk Blend nicht viel mehr sagen, als dass es eine Mischung aus Arabicabohnen ist. Ansonsten steht da nichts auf der Packung. Sehr dunkel geröstet sind die Bohnen und wir bereiten den Espresso mit 9 Gramm wieder bei 94 Grad zu. Er schmeckt zu kräftig, leicht adstringierend. Also verringern wir die Menge auf 7,5 Gramm und reduzieren die Temperatur auf ca 91 Grad. Hier pendelt sich der Espresso ein, wird fruchtiger. Das Ergebnis ist ein Wechselspiel aus Frucht und Schokolade. Als purer Espresso ist er uns dennoch fast zu stark (des Espresso ist extrem dunkel geröstet und entsprechend rauchig schmeckt er), im Cappuccino ergänzt dann die Milch die Geschmacksnoten besser, das Mungefühl wird weicher.

Fazit: Der Winter Espress ovon Square Mile ist unser Favorit. Allein schon deswegen, weil er unser Kaffeepiraten-Herz mit detaillierten Infos über Herkunft, Verarbeitung und die richtige Zubereitung höher schlagen lässt! Mit der Milk Blend mussten wir uns zunächst anfreunden, bzw unsere Mühle und die Maschine… Definitif sind beide herausragende Blends, die Du, lieber Kaffeefreund, sicherlich in keinem regulären Kaffeeshop bekommen wirst.

Ach ja, wo Du die Bohnen kaufen kannst: Die Milk Blend von Bonanza bekommst Du in deren Café in Berlin in der Oderberger Straße. Und Kaffees von den Square Mile Roasters bekommst Du im The Barn in der Auguststraße 58…oder natürlich direkt in London.

Kaffeetest: Phoenix Coffee Roasters

Februar 9th, 2011 § 0

Kennst Du eigentlich schon unsere Mission? Wir Kaffeepiraten sind immer auf der Suche nach Kaffees aus kleinen Röstereien, die zum einen schonend und in kleinen Chargen geröstet wurden. Und nach Kaffees, deren Herkunft und Verarbeitung man transparent nachverfolgen kann. Die Phoenix Coffee Roasters aus Dresden haben diesen Anspruch meisterhaft verinnerlicht: Transparenz wird bei ihnen so hoch geschrieben, dass sie teilweise sogar sagen können auf welchem Abschnitt einer Plantage ihre Bohnen angebaut wurden. Dabei legen sie weniger Wert auf Zertifikate wie Fair Trade oder Biosiegel – beste Qualität und direkter Handel sind das, was für sie zählt. Und dafür sind sie bereit, weitaus mehr zu zahlen als der Durchschnitt.

Wir Piraten sind natürlich hin und weg und waren umso gespannter, was die Kaffees der Phoenix Coffee Roasters selbst hergeben. Vorab können wir verraten – wir wurden nicht enttäuscht:

Phoenix Kaffee Black

Phoenix Coffeee Roasters
Phoenix Coffeee Black

Der Kaffee Black ist ein mittelhell gerösteter Kaffee aus 100% guatemaltekischen Arabicas. Die Finca Ceylan y Anexos aus der Region Atitlán, Chimaltenango baut die Bohnen auf einer Höhe von 1200 bis 1500 Metern an. Die Bohnen der Varietäten Bourbon, Typica & Mundo Novo wachsen auf vulkan- und tonhaltigem Untergrund und werden ausschließlich biologisch angebaut – der Boden und die vielen Niederschläge bieten beste Vorausstezungen für das Gedeihen der Kaffeepflanzen.

Wir bereiten die Bohnen in der French Pres zu, mahlen sie mittelgrob in der Hario Skerton und wiegen 20 Gramm für eine Tasse ab. Das Wasser gießen wir bei ca. 90 Grad auf und lassen den Kaffee 3 Minuten ziehen. Schon beim Umrühren schlägt der goldgelbe Schaum hoch – ein Zeichen dafür, dass der Kaffee ganz frisch geröstet ist.

Wir riechen: Ein intensives Aroma von Kakao und Zitrusnoten. In der Kombination verrückt, aber wir nehmen das tatsächlich wahr!
Wir schmecken: Einen fein milden, vollmundigen Kaffee. Das Kakaoaroma setzt sich im Geschmack fort, leicht herb wie  Zartbitterschokolade. Wir schmecken eine feine Orangennote, was dem Kaffee eine fruchtig-spritzige Komponente gibt.
Unser Fazit: Sehr aromatisch - spannende Geschmacksnuancen! Eigentlich ist man gewohnt, entweder einen nussig-schokoladigen Kaffee zu trinken oder einen fruchtigen. Der Kaffee Black vereint beides. Außergewöhnlich und sehr lecker!

250Gramm gibt es hier gemahlen oder in ganzer Bohne für 7,75 €

Espresso Red

Phoenix Coffeee Red
Phoenix Coffeee Red
Phoenix Coffeee Red

Der Espresso Red setzt sich zu 33,3% aus Arabicabohnen aus Brasilien (Fazenda Nossa Senhora de Fatima / Varietäten: Acaia, Catucai, Bourbon, Icatu, Mundo Novo) und zu 66,6% aus Arabicabohnen aus Guatemala (Finca Ceylan y Anexos / Varietäten: Bourbon, Typica, Mundo Novo). Über die Finca Ceylan y Anexos habe ich oben bereits geschrieben. Die Fazenda Nossa Senhora in Brasilien liegt in Minas Gerais auf 950 Metern – die Region ist bekannt für überdurchschnittlich gute Kaffeequalität. Auf der Farm werden Qualität in der Verarbeitung und soziale Standards groß geschrieben.

Die Bohnen sind mitteldunkel und wunderbar gleichmäßig geröstet. Wir bereiten den Espresso im Siebträger mit 8 Gramm zu, außerdem als Cappuccino.

Wir riechen: Ein volles, harmonisches Aroma – Zitrusfrüchte und eine deutliche Süße steigen uns in die Nase.
Wir schmecken: Dieser Espresso ist so fruchtig wie wenige. Wir schmecken deutlich Orangen. Dazu eine feine marzipanig-schokoladige Note, die dem Espresso eine natürliche Süße verleihen. Trotz mitteldunkler Röstung wird die Crema schön dicht und der Espresso würzig-kräftig.
Unser Fazit: Ein Espresso für alle, die es gerne fruchtig mögen. Reich an Aromen! Diese entfalten sich besonders in Kombinatione mit Milch. Eine tolle Cappuccino-Basis!

250Gramm gibt es hier gemahlen oder in ganzer Bohne für 7,75 €

Espresso Blue

Phoenix Coffeee Blue

Phoenix Coffeee Blue

Der Espresso blue ist eine Mischung aus 100% Arabicabohnen – 66,6% kommen aus Brasilien, von der Fazenda Nossa Senhora de Fatima (s.o. Espresso red) und zu 33,3% von der Genthumbwini Estate in Kenia. Die Farm liegt 40km nördlich von Nairobi, auf 1700 bis 1800 Meter wird Kaffee der Varietäten SL28 und SL34 angebaut.

Der Espresso ist mitteldunkel geröstet, das Röstbild ist wunderbar einheitlich. Die Bohnen sehen so schokoladig aus, dass man hineinbeißen möchte. Wir bereiten ihn im Siebträger zu.

Wir riechen: Der Duft, der aus dem Kaffeebeutel strömt ist so gut, dass man sich kaum traut die Bohnen zu mahlen. Wir riechen volle Schokolade – kakaoig würden wir sagen – etwas Marzipan, ein sehr rundes und harmonisches Aroma. Wir trauen uns und schütten die Bohnen in die Mühle – das lohnt sich!
Wir schmecken: Einen kräftig-würzigen Espresso mit einer tollen, dichten Crema. Die Schokladennoten setzen sich im Geschmack fort. Sehr aromatisch ist er mit einer ganz feinen, fruchtigen Säure – die Fruchtnoten sind eher beerig. Der Geschmack wirkt noch lange  nach. Das ist jedoch alles andere als unangenehm. Denn der Espresso ist so reich an Aromen, dass man eine ganze Weile braucht, um sie zu identifizieren.
Unser Fazit: Das Wort ist irgendwie doof, aber uns fällt keine bessere Beschreibung ein: Dieser Espresso ist viruos! Eine solche Aromenvielfalt findet man selten – ein echter Geheimtipp!

250Gramm gibt es gemahlen oder in ganzer Bohne für 8€

Deine Meinung ist gefragt! Unsere Kunden sollen entscheiden, welche Kaffees ins feste Shopsortiment kommen: Teste die Kaffees der Phoenix Coffee Roasters und schreibe uns eine Mail mit Deiner Bewertung an diepiraten@bpcc.de. Als Dankeschön gibt’s von uns einen Versandgutschein.

Where Am I?

You are currently browsing the Kaffeetest category at BPCC.