Melitta Bentz, das ist das Urgestein des anständigen Kaffeetrinkens, eine Koryphäe deutscher Kaffeetradition! Sie erkannte, dass Kafeesatz in der Tasse nicht nur unangenehm im Mund krümelt, sondern auch den Geschmack von Kaffee verändert – und hat mit dem Kaffeefilter eine Zubereitungsart erfunden, die bis heute in aller Welt verwendet wird.
1908 ist es, als Melitta in ihrer Küche in Dresden steht, das Löschpapier ihres Sohnes in einem Schulheft sieht und auf die Idee kommt. Sie durchlöchert einen Kochtopf, legt das Löschpapier hinein, füllt Kaffeemehl darüber und gießt darauf heißes Wasser. Heraus kommt der klassische Filterkaffee, so wie wir ihn bis heute kennen.
Melitta zeigt ihren Freundinnen die Erfindung und sorgt für Furore. Natürlich sind die Hausfrauen allesamt begeistert. Und so beschließt sie, die Idee zu patentieren und zu vermarkten. Mann und Sohn helfen tatkräftig mit und schon 1911 gewinnt Melitta Preise, zum Beispiel bei der Internationalen Hygieneausstellung. Aus dem runden Löschpapier wird das Filtertütchen, aus dem durchlöcherten Topf der Filteraufsatz aus Keramik – und das Unternehmen wächst und wächst.
Heute ist die Melitta Unternehmensgruppe Bentz KG ein internationaler Konzern mit über 3000 Mitarbeitern und Produkten wie Toppits und Swirl und hat allein 2010 weltweit 1.301 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.
Wir verbeugen uns erfürchtig vor der Leistung dieser Dame: denn auch wir bereiten Kaffee regelmäßig in unseren heißgeliebten, auf dem Flohmarkt erstandenen Keramikaufsätzen zu. Wie wir ihn am liebsten mögen? Hier ist unser Zubereitungstipp:
Den Filter in den Aufsatz legen und diesen kurz mit heißem Wasser rundum anfeuchten. So verhindert man, dass der Kaffeegeschmack durch das Filterpapier verfälscht wird.
Während man das Wasser aufkocht, wird der Kaffee frisch gemahlen: Pro kleine Tasse 15 Gramm, der hell- bis mittelbraun geröstet ist. Die Mahlung sollte feinkörnig sein, wie Sand – gröber als für den Siebträger, aber feiner als für die French Press. Nach dem Aufkochen das Wasser 1 Minute abkühlen lassen, so dass es bei etwa 94 Grad ist.
Nun wird das Wasser gleichmäßig aufgegossen. Zunächst ein kurzer Schwung bis das Kaffeemehl vollständig bedeckt ist, damit es kurz aufquellen kann. Kurz warten, dann den Rest aufgießen. Wenn das Wasser nur noch dünn aus dem Filter tropft, ist der Brühvorgang abgeschlossen und der Kaffee kann getrunken werden.
P.S. Die besten Keramik Kaffeefilter bekommst Du übrigens von Hario. Und für diesen Aufguss haben wir unseren Piratenkaffee ready to board, lubber? verwendet – einen mild-süßen Single Origin aus Peru.
(Die oberen beiden Bilder kommen aus dem Pressebereich von Melitta)
“It’s about making a better world”, das ist die Mission von Coffee Common, einem kürzlich gegründeten Zusammenschluss von Baristi aus aller Welt. Sie wollen etwas verbessern – die ganze Welt wäre vielleicht ein bisschen zu viel, aber immerhin die Kaffeewelt. Und damit ihre Mission gehört wird, hat nicht nur ein erfolgreicher Barista die Initiative ergriffen, sondern gleich 40:
40 amtierende und ehemalige Barista-Weltmeister oder regionale Baristameister sind es. Mike Philipps, der amtierenden World Barista Champion von Intelligentsia Coffee ist dabei, genauso wie Chris Kolbu aus dem Team von Tim Wendelboe aus Oslo oder Matthew Ian Perger, der amtierende Barista Champion aus Australien. Neben Intelligentsia sind weitere berühmte Kaffeebrands wie Stumptown oder MadCap vertreten. Und was sich wie die Crème de la Crème der Kaffeeszene liest, ist keine Eigen-PR oder Selbstbeweihräucherung, sondern eine noble Initiative für bewussten Kaffeekonsum und Kaffeehandel. Gemeinsam wollen die Mitglieder Tag für Tag eine Message verbreiten:
To show you that basic truth about coffee. That great coffee ist a brilliant collaboration between a coffee farmer, a coffee roaster, a barista and a consumer.
Eine riesige Kommunikationslücke klafft da, findet Coffee Common, zwischen den Menschen, die Kaffee anbauen und denen, die ihn trinken. Würde Kaffee in Ländern wie Frankreich oder Italien angebaut, wäre das Bewusstsein für die Bohne ein ganz anderes. Aber Kaffee wird hauptsächlich in Entwicklungsländern angebaut, wo die Farmer meist nicht wissen welch wertvolles Produkt sie anbauen und handeln. Und getrunken wird er in Industrieländern, wo die Konsumenten keine Ahnung davon haben, welchen Weg die Bohne vom Strauch bis in die Tasse zurück gelegt hat. Und wo kaum einer weiß, welch hochkomplexes Getränk Kaffee eigentlich ist. Diese Lücke will Coffee Common schließen und Kaffeebauern auf der einen Seite aufklären, genauso wie die Konsumenten auf der anderen.
Auf der TED, einer Konferenz “devoted to Ideas Worth Spreading”, die Menschen aus den Bereichen Design, Technologie und Unterhaltung zusammenbringt und die letzte Woche in Californien stattfand, kam Coffee Common zusammen. Eine Woche lang haben die 40 Mitglieder die Gäste bewirtet – und ihre Idee von einer besseren Kaffeewelt unters Volk gebracht. Ein erster wichtiger Schritt, um gehört zu werden.
Uns spricht Coffee Common aus der Seele: Kaffee ist aromenreicher als Wein – und dennoch fragt kaum einer nach, woher die Bohnen kommen, die er gerade trinkt. Wir hoffen, mit den Kaffeepiraten zumindest einen kleinen Schritt in dieselbe Richtung machen zu können wie Coffee Common: für mehr Transparenz und viel mehr besseren Kaffee! Johoo!
Heute schreibt Annette aus Berlin einen Gastbeitrag für unser Blog. Und zwar über Honig im Kaffee. Warum? Weil sie selbst Imkerin ist, seit einem Jahr mit berlinerhonig.de ein eigenes Start-Up führt und sich mit der leckeren Zucker-Alternative also bestens auskennt.
Dass Honig eine tolle Ergänzung im Kaffee sein kann, wussten wir bis vor Kurzem auch nicht. Wir haben es probiert und waren…angenehm überrascht! Interessiert? Lesen, probieren, schmecken!
Annette_ Honig statt Zucker: Meist werde ich komisch angeschaut, wenn ich vorschlage, Kaffee einmal mit Honig zu Süßen anstatt mit Zucker. Dann ergänze ich, dass es auch über 60 Cocktail-Rezepte mit Honig gibt, und alle nicken wohlwollend. Kaffee und Honig sind die perfekte Kombination für einen schnellen Energieschub. Über die Wirkung des Koffeins muss ich keine Worte verlieren und der Honig geht sofort ins Blut. Honig besteht nicht nur aus natürlichen Frucht- und Traubenzuckern (das Verhältnis von Trauben- und Fruchtzuckern bestimmt übrigens wie flüssig ein Honig ist.) sondern enthält bis zu 200 Inhaltsstoffe, unter anderem Enzyme, Aminosäuren, Pollen, Mineralstoffe und Vitamine. Der Nektar, den die Bienen für den Honig sammeln, kann bis zu 150 Blüten enthalten. Das macht einen guten Honig geschmacklich interessant.
Aber wie muss nun der Honig sein, mit dem man am besten den Kaffee süßt:
1. Einheimisch: Ihr tut nicht nur euren Geschmacksknospen Gutes, sondern unterstützt auch die lokale Wirtschaft, wenn ihr einheimischen Honig nehmt.
2. Frisch: frischer Honig, das heißt von dieser Saison, also vor ein paar Wochen geerntet, hat das beste Aroma. wer ein intensives Geschmackserlebnis möchte, isst den Honig am besten aus der Wabe.
3. Mild und Blumig: Zum Kaffee passen sehr gut Robinien- oder Obstbaumblütenhonige. Der Frühlingshonig von BerlinerHonig ist ein gutes Beispiel dafür, denn er hat einen sehr hohen Robinienanteil (oder falsche Akazie), der den Honig vom Geschmack sehr mild, fast blumig macht. Wenn Du das Glas öffnest, duften die Blüten von Birnen, Äpfeln, Pflaumen und Kirschen. Die Leichtigkeit dieses Honigs rundet den Kaffee perfekt ab.
Und wie muss der Kaffee sein, damit er den Honig gebührend empfangen kann?
1. Es muss Dein Lieblingskaffee sein (also hier am besten keine Experimente), denn Honig ist ein Geschmacksverstärker und Du willst ja nichts verstärken, was Du nicht magst.
2. Der Kaffee darf nicht zu heiß sein, sonst macht man die Enzyme und Aminosäuren des Honigs kaputt. Im Bienenbau herrschen 35 Grad Celsius, das ist für den Honig ideal, bis 40 Grad ist alles in Ordnung, danach wird es kritisch.
Und wie viel Honig soll ich nun nehmen?
Da Honig eine viel stärkere Süßkraft als Zucker hat, empfehlen wir mit weniger als der Hälfte der Menge, die Du normalerweise an Zucker nehmen würdest, zu beginnen. Dann kannst Du Dich Schritt für Schritt bis zum perfekten Süßungsniveau hochhonigen. Und wem Dir das trotzdem nicht schmeckt (was wir uns überhaupt nicht vorstellen können), dann nimmst Du Dir einfach ein Brötchen mit Butter und Honig und dazu eine Tasse von Deinem Lieblingskaffee.
Ich wünsche Dir viel Freude beim Experimentieren und freuen uns über Feedback!
Natürlich bekommst Du direkt hier an Bord alles, was Du für diesen besonderen Genuss brauchst. Hier geht´s lang!
Noch ein paar Worte zur Autorin: Annette von berlinerhonig.de ist selbst Imkerin und trinkt ihren Kaffee am liebsten mit Milch aus der Region und Berliner Frühlingshonig. Vor einem Jahr hat Sie BerlinerHonig ins Leben gerufen, um den Honig der Berliner Bienen bekannter zu machen und einheimische Imker zu unterstützen. Dazu gehört auch Honig, einmal anders zu probieren z.B. im Kaffee, im Cocktail, mit Käse, Schinken oder im Salat.
Wer es ein bisschen genauer wissen will
Leider sind heutzutage nicht alle Honige aromatisch und komplex. Wir Deutschen sind zwar Weltmeister im Honigkonsum (durchschnittlich essen wir 1,4 kg pro Jahr) aber nicht im Glasumdrehen und wissen, wo der Honig herkommt. Geht man in den Supermarkt, findet man nur mit einer gehörigen Portion Glück ein Gläschen aus Heimischen Gefilden. Das ist kein Wunder, denn in den letzten 10 Jahren haben wir über 30% unseres Bienenbestandes verloren, was ökologisch einer Katastrophe gleicht. Die meisten Honige sind Importhonige, die einige Zeit auf dem Buckel haben können und immer gleich schmecken – was bei einem Naturprodukt wie Honig eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist. Um dem Trauerspiel in den Märkten Abhilfe zu schaffen, haben wir BerlinerHonig gegründet, eine Initiative von Imkern, die sich mit ihrem ganzen Herzblut für die Bienen einsetzen und allen Leckermäulchen Honig in seiner ursprünglichen Form zurückbringen will: naturbelassen, ungemischt, ungefiltert, fair gehandelt, hochwertig und für jedermann über das Internet verfügbar. Ich höre Euch schon sagen, aber in einer Stadt wie Berlin, kann das denn gut gehen? Es kann. Berlin ist nicht nur eine der grünsten Großstädte Europas (wir haben über 20% innerstädtischen Wald) die Bienen fühlen sich in der Stadt pudel wohl – die enorme Blütenvielfalt auf engstem Raum (Bienen fliegen nur im Umkreis von 3-4 km) stärkt das Immunsystem der Bienen und wirkt sich auch auf das Aroma des Honigs aus, ebenso das Nichtvorhandensein von Pestiziden, die die Bienen auf dem Land krank machen können. Wenn ihr das nächste Mal eine große Rapswiese oder ein großes Sonnenblumenfeld seht, dann denkt einfach mal daran, wie es sich anfühlt, wenn ihr 3 Wochen lang Currywurst essen müsstet. Da ist jedes Kornblümchen am Wegesrand eine gesunde Abwechslung.
Mutig und mit geblähten Segeln schippert das Schiff der Black Pirate Coffee Crew über den Ozean. Das Ziel der Kaffeepiraten: Das größte Kaffeelager Deutschlands. Die Meuterei des Jahres wäre es geworden – die ersehnte Beute: 10 Säcke des berühmtesten Kaffees der Welt, des Jamaica Blue Mountain. Doch plötzlich reißt ein jäher Windstoß Johnny Hinkebein den Kompass aus der Hand. Er fällt über Bord und ist verloren.
Nach kurzer Zeit ist Land in Sicht! Das Schiff der Black Pirate Coffee Crew wankt nun vor der Küste Deutschlands. Bereit zum Anker lichten!
Völlig erschöpft machen sich die Piraten auf die Suche nach einem schattigen Plätzchen, wo sie sich von den Strapazen der langen Reise ausruhen und bei einer leckeren Tasse Kaffee entspannen können.
Aber wo bekommen sie den besten Kaffee?
Helfe den Kaffeepiraten ihren Kurs wieder aufzunehmen und finde die besten Cafés Deutschlands!
So bist Du dabei:
Blogge bis spätestens 17. August über das beste Café deiner Stadt (Name, Adresse, Foto und vor allem: Warum magst Du das Cafe so gerne?). Und natürlich solltest Du auf dieses Post hier verlinken und ein kurzes Kommentar hinterlassen, denn sonst bekommen wir von Deinem Beitrag ja nichts mit :-) Falls du kein eigenes Blog hast, dann twittere deinen Vorschlag an @piratenkaffee mit dem Hashtag #lieblingscafé.
** Das Beste: Die schönsten Cafés werden außerdem in den Café-Reiseführer der Kaffeepiraten aufgenommen. **
Dein Gewinn: Ein Eiskaffeeset mit unserem leckeren Sommerkaffee, handgemachten Cookies von Byron Bay, unserem le chou Biozucker und einem Mocca-Grappa von rabenschwarz.
Und damit Ihr wisst wie es geht, erzähle ich Euch direkt von meinem Lieblingscafé in Passau:
Das ist nämlich das mymuesli-Café, besser gesagt der kleine mymuesli-Laden. Er liegt, ganz praktisch, direkt unter unserem Büro und hier gibt es den besten Kaffee der Stadt. Das liegt unter anderem daran, dass hier unser Espresso stand up, mate! ausgeschenkt :-) und der Cappuccino mit Biomilch zubereitet wird. Das schmeckt man sofort, finde ich! Und natürlich ist auch die Maschine ganz fein, eine La Cimbali M39. Der Laden ist zwar klein, dafür umso gemütlicher und bei gutem Wetter lässt es sich schön draußen auf einer Bank sitzen und bei einem Espresso die Passanten beobachten.
Falls es den einen oder anderen von Euch also einmal ins ferne Passau verschlägt, dann ist ein Besuch im mymuesli-Laden ein Muss!
Ob Mode, Musik, oder Kunst – Berlin ist das Mekka der Trendgeburten. Dicke Hornbrillen, Seitenscheitel á la Tocotronic und neonbunte Kunstplakate – eineinhalb Jahre später kann man sie tröpfchenweise selbst in Passaus Fußgängerzone beobachten… Aber dass unsere Hauptstadt auch DIE Metropole der deutschen Kaffeestyler ist, das könnte für den “Süddeutschen an sich” neu sein.
Letzte Woche war ich wieder in Berlin und sah in Mitte viele schöne Kaffeemaschinen in hippen, leicht verranzten Cafés stehen. Die “Seitenscheitel über der Hornbrille”-Träger saßen dort dicht an dicht auf improvisierten Sitzmöbeln und schlürften Cappuccino…aus dem Glas! Ein neuer Trend, auf den ich natürlich gleich aufspringen musste. So trank ich ein Wochenende lang einen Flat White nach dem anderen und fragte mich:
Worin liegt nun der Unterschied zum klassischen Cappuccino?
Allein das Glas konnte es nicht sein, seine Herkunft Neuseeland auch nicht. Zu hause wurde gleich gegoogelt, doch Wikipedia machte mich nicht glücklich. Dort las ich:
a flat white is a coffee beverage prepared by pouring steamed milk from the bottom of steaming pitcher over a single shot (30ml) of espresso. The drink is typically served in a small 150-160ml ceramic tulip cup.
Gut, das wäre dann immer noch ein Cappuccino für mich. Dass auf der Seite nur der Unterschied des Flat Whites zum Cafe con leche erklärt wurde, trugt noch mehr zu meiner Verwirrung bei.
Der zweite Rechercheschritt ist beim Kaffeetrinker immer das Kaffee-Netz. Hier wurde bereits ausgiebig über den Flat White diskutiert und gefachsimpelt: Im Godshot in Berlin zum Beispiel wird er mit einem doppelten Ristretto gemacht, die Milch wird sehr gering geschäumt. Ein anderer Nutzer meint, in Londoner Cafés läge der Unterschied darin, dass der Milschaum im Cappuccino mit etwas Kakaopulver durchmengt würde. Ein Nutzer ging sogar so weit, den Flat White als misslungenen Versuch eines “amtlichen” Cappuccinos zu bezeichnen! Auch hier war man sich also nicht ganz einig.
Mein Fazit fiel nach klanger Recherche kurz und schmerzlos aus:
Ein Cappuccino enthält einfach mehr Milchschaum als ein Flat White!
Wer nicht meiner Meinung ist, kann mich natürlich gerne eines besseren belehren. Und bitte, liebe Kaffeenerds und Kaffeestlyer, entschuldigt wenn ich Euch mit diesem Thema langweile. In Passau kommen die Trends eben immer erst viel später an ;-)
Am 15.März 2010 lautete das Motto auf unserer Facebook Fanseite und auf wedrinkcoffee.de: “Meuterei dem Winter. Wir locken den Frühling mit leckerem Kaffee-Duft”. Wir hatten Euch dazu aufgerufen, uns Bilder Eurer Kaffeetassen, Latte Art, Espresso etc. zu schicken.
Dazu erstmal: Danke für die vielen Zusendungen! Manche Kreationen sahen etwas bedenklich aus (Hierzu ein kleiner Tipp unter Kaffee-Freunden: Flockt die Milch im Kaffee, ist sie SCHLECHT! – das Bild dazu wollen wir Euch lieber ersparen). Die meisten Kaffee-Kreationen sahen aber richtig lecker aus – weiter so, ihr Kaffeepiraten da draußen!
Die Zusendungen mit den schönsten Geschichten dazu, wollen wir Euch hier zeigen.
Dieses Bild kam als eines der ersten und kommt von Adrian. Schön daran fanden wir, dass Adrian seinen Espresso richtig “old schlool” zubereitet, nämlich mit der Moka Express direkt auf der Herdplatte. Wie diese Zubereitungs-Methode funktioniert, erfahrt ihr hier.
Passend zum Motto “Wir locken den Frühling mit leckerem Kaffeeduft” schickte uns Christina ein Bild direkt aus ihrem Skiurlaub und schrieb dazu: “Hier ist ein Bild meines ersten Latte Macchiato draussen in der Sonne in diesem Jahr. Ist zwar auf einer Berghütte (im Schnee) bestellt, aber mit viel Liebe (wie man ja sehen kann) aufgebrüht und ganz wichtig: Draussen in der Sonne zusammen mit köstlichem Apfelstrudel genossen. Das war mindestens so gut wie Frühling, eigentlich schon fast Frühsommer, denn selbst nur mit T-Shirt war es schon beinahe zu warm.” » Read the rest of this entry «
Am vergangenen Wochenende war ich in Berlin. Und was macht man da als echter Coffee-Geek? Man trifft sich mit Gleichgesinnten, ist doch klar! Einer davon ist Arne Preuss vom Baristablog – für uns eine Art Mentor in Sachen Kaffeeverkostung. Da wir, wie schon oft erwähnt, eher die Espressotrinker sind, wollte ich mir bei Arne ein paar Tipps für die richtige Verkostung von Filterkaffees holen – immerhin war Arne mehrere Jahre lang bei einer Coffeeshop-Kette für genau dieses Thema zuständig. Und so trafen wir uns zu einer Art Kaffeekränzchen in seiner neuen Wohnung in Berlin und Arne schmiss die Mühle an!
Arnes neues Schmuckstück: Seine Mazzer.
Es traten ein Kaffee Sidamo und ein Kaffee aus Costa Rica gegeneinander an.
Die Zubereitung erfolgte in der French Press (wie das geht, erfährst Du hier):
Da Arne schon einige Kaffee-Podcasts auf seinem Blog vorgestellt hat, sollte unsere Kaffeeverkostung natürlich nicht ungehört bleiben. Kurzerhand bastelte Freund Mauri unter dem Hochbett eine doch recht improvisierte Sprecherkabine und stellte uns sein dafür sehr professionelles Mikrophon vor die Nase. Und schon ging´s los….
Arne und Mauri
Das fertige Podcast und die Ergebnisse unserer Kaffeeverkostung kriegt ihr in den nächsten Tagen zu hören. Ich habe es selbst noch nicht gehört und hoffe, dass ich mich dabei nicht allzu sehr blamiert habe.
Übrigens: Auch Arne hat über meinen Besuch bei ihm berichtet. Lesen kannst Du´s hier.
Update: Der erste Teil des Kaffee-Podcasts ist online! Zu hören gibt es ihn hier.
Ohne Dir viel Kaffee Know-How aneignen zu müssen kannst Du, lieber Leser, diese Frage ganz einfach beantworten. Denn nach unserer fachmännisch recherchierten Studie gibts nur zwei Epsresso-Typen: Den Lavazza-Trinker und den Illy-Trinker!
Skurril? Nein gar nicht, denn die beiden italienischen Kaffeeunternehmen kennt jeder, der schonmal eine Kaffeetasse in der Hand gehalten hat. Und genau darum nehmen wir kühn an, dass jeder der gerne ab und zu Espresso trinkt, sagen kann, ob er nun Illy oder Lavazza lieber mag.
Lavazza-Kaffees enthalten nämlich fast immer einen Anteil an Robustabohnen. Die Espressi von Illy setzen sich jedoch ausschließlich aus Arabicabohnen zusammen. Man kann es also auch so sagen:
Der eine Typ ist ein reiner Arabicafreund und der andere Typ ist der, der im Espresso einen Anteil an Robustabohnen mag.
Der Robustatyp: Er mag es lieber würzig und kräftig, säurearm und mit einem vollen Körper. Darum trinkt er Espressi mit einem Robustaanteil. Das ist der Lavazza-Freund. Der Arabicatyp: Der andere mag es lieber fruchtig, milder und weniger bitter. Er trinkt nur 100%ige Arabicas. Das ist der Illy-Freund.
Mein Selbsttest hat gezeigt: Bevor ich tiefer in die Kaffeematerie einstieg, habe ich mir tatsächlich regelmäßig Espresso von Lavazza gekauft. Ohne jemals von einem Unterschied zwischen Arabica- und Robustabohnen gehört zu haben. Und tatsächlich: Wie hier im Blog schon oftmals erwähnt, trinke ich lieber säurearme, kräftige Espressi mit einem Robustaanteil. Verrückt!
Da wir selbst natürlich Verfechter der schonend und in kleinen Chargen gerösteten Bohnen sind, wollen wir Dich damit nicht zum Kauf eines Lavazza- oder Illy-Espressos animieren. Schau Dir lieber unsere Kaffees von kleinen Röstereien an und suche Dir den passenden aus. An Bord gibt es Espressi mit Robustaanteil, aber auch reine Arabicamischungen.
Und welcher Espresso-Typ bist Du?
Allgemein wird von einem Großteil der Laien und sogar der Kaffeekenner die Arabicabohne als das Non-Plus-Ultra des guten Kaffees gelobt. Darum bin ich sehr gespannt, ob sich bei uns an Bord mehr Arabica- oder Robustafreunde tummeln.
Kommentieren und leckeren Espresso gewinnen:
Kommentiere unter diesem Artikel, warum Du ein Verfechter der reinen Arabica-Espressi bist oder warum gerade nicht! Der schönste Lavazza-Kommentar bekommt einen Beutel unseres Espressos stand up, mate!aus 70% Arabica- und 30% Robustabohnen. Der schönste Illy-Kommtar bekommt unseren neuen Espresso hoist the sails, sweetie!aus 100% Arabicabohnen. Los geht’s!
P.S.: Liebe Kaffee-Experten! Bitte entschuldigt, wenn diese Kaffeestudie in Euren Augen möglicherweise etwas plakativ daher kommt. Natürlich können auch Espressi aus 100 Prozent Arabicabohnen dunkel geröstet und damit frei von Säuren sein. Doch ich denke, Ihr vesteht was wir meinen…
PPS.: Ein Dank an Pia, der Erfinderin der beiden Espressotypen :-)
Süddeutscher Sportmanager trifft Hamburger Röster und dabei heraus kommen drei wunderbare Espressi. Das ist die Geschichte von Andrej aus Mosbach (rechts), Stefan dem Hamburger und ihrem Vicci Caffe im Zeitraffer. Ausführlich ist sie noch viel spannender:
Andrej war noch nie mit der Kaffeeszene in Berührung gekommen, liebte aber guten italienischen Espresso – und suchte ihn in deutschen Cafés vergeblich. Bei einem Kaffeeseminar in der Hamburger Speicherstadt traf er Stefan. Die beiden kamen ins Gespräch und Andrej erzählte von seiner verzweifelten Suche nach dem perfekten Espresso. Und da sie sich so gut verstanden, wollte Stefan behilflich sein.
Denn Stefan arbeitet seit jeher in der Kaffeebranche und mischt in der deutschen Szene kräftig mit. Mehrere Jahre saß er in der Jury der Barista-Meisterschaft und nahm am Cup of Excellence teil, einem Wettbewerb, bei dem die weltbesten Kaffees ausgewählt werden.
Ein perfekter Partner also, um einen perfekten Espresso zu kreieren. Andrej schmiss seinen Job und los ging es: Die beiden probierten, mischten, rösteten und heraus kamen drei Espressomischungen und die Marke Vicci Caffe, die wir in den nächsten zwei Wochen in unserem Shop anbieten. Inzwischen betreiben die beiden sogar gemeinsam die Rösterei Kaffeeleben.
Wir wollten Andrej und Stefan besser kennenlernen und fragten nach:
Kaffee oder Espresso? Andrej: Da greife ich lieber zu einem Espresso. Stefan: Morgens einen Kaffee aus der french press und über den Tag gern Espresso.
Arabica oder Robusta? Stefan: Lieber einen guten Robusta als einen schlechten Arabica. Andrej: In einer Espresso Mischung sorgt der Robusta für das gewisse Etwas, das gefällt mir. Wir lieben beide!
Bio oder Fairtrade? Andrej: In den Ursprungsländern muss sorgfältig und nachhaltig mit der Natur umgegangen werden. Das Gleiche gilt für uns auch. Deshalb ist ein gesteigertes Bewusstsein, ob Bio oder fairtrade, ein Gewinn für uns alle. Stefan: Beides hat seine Daseinsberechtigung. Allerdings ist für uns wichtig zu wissen, wer unsere Rohkaffees anbaut und verarbeitet. Die Sorgsamkeit in allen Produktionsschritten ist entscheidend für eine gute Kaffeequalität. Nur durch motivierte Pflücker die die reifen Kaffeekirschen ernten, ist die Basis eines hochwertigen Produktes gewährleistet.
Tchibo oder Dallmayr? Stefan: Beide haben sehr viel für die Kaffeekultur getan, es aber versäumt in der breiten Masse zu veranckern.
Andrej: Auf jeden Fall frischen Pfefferminztee aus meinem Garten.
Mosbach oder Hamburg? Andrej: Platz 1 geht an Mosbach aber Hamburg spielt mittlerweile schon Champions League.
Stefan: Heimat bleibt Heimat, daher Hamburg und in Mosbach kann man nicht so weit schauen.
Die Epsressi werden wir natürlich noch sorgfältig testen. Das Ergebnis könnt Ihr im Laufe der Woche hier nachlesen.
Horoskope, Prognosen, Wahrsager – was ist dran am Blick in die Zukunft? Das weiß keiner so genau und noch nicht einmal die Meteorologen treffen bei der täglichen Wettervorhersage immer ins Schwarze. Ob wahr oder nicht, die Neugierde darüber was die Zukunft bringt, ist seit Jahrtausenden eine kleine, wohlgepflegte Schwäche des Menschen. Besonders zum Jahreswechsel herrscht in diesem Bereich Hochkonjunktur und als Kaffeefreund bietet sich hier nur eine wahre Option: Das Kaffeesatzlesen. Und das ist fast so alt wie die Kaffeekultur selbst.
Einen kleinen Einblick in die Geschichte des Kaffeeorakels gibt uns Samer Odeh, der zwar in Deutschland geboren wurde, von seiner palästinensischen Mutter aber die ursprüngliche Tradition des Kaffeesatzlesens beigebracht bekam: “Die Kunst des Kaffeesatzlesens wird auf das biblische Volk der Philister zurückgeführt, dessen Herkunft bis heute nicht vollständig geklärt ist. Man vermutet, dass die Philister von den ägäischen Inseln und vom griechischen Festland nach Palästina eingewandert sind. Andere sagen, die Philister stammen von der West- und Südküste Kleinasiens. Jedenfalls überlieferte dieses Volk die Tradition der Weissagung mit Hilfe des Kaffeesatzes von Generation zu Generation und verfeinerten dabei dessen Symboldeutung kontinuierlich. Dieses Wissen wurde von den Nachfahren der Philister im heutigen Palästina zu großen Teilen unverändert übernommen.
Auch im modernen Palästina ist die Tradition des Kaffeesatzlesens in der Gesellschaft fest verankert.
Man praktiziert es auf dem Basar oder im privaten, familiären Kreis. Es gilt als Domäne der Frauen, die ihre Kenntnisse untereinander und an ihre Töchter weitergeben.
Die Legende besagt, dass sich ein philistinisches Mädchen in einen Jüngling verliebt hatte, sie jedoch einem anderen versprochen war. Aus Liebeskummer und Verzweiflung wollte sich das Mädchen das Leben nehmen und tat Gift in ihren Kaffee. Sie zögerte jedoch, den Kaffee zu trinken und schüttete diesen auf die Untertasse. Als sie sich den in der Tasse verbliebenen Kaffeesatz ansah, erblickte sie darin den Namen ihres Liebsten und die Anfangsbuchstaben ihrer beider Namen, die als zwei in sich verschlungene Ringe geschrieben waren. So ermutigt, gestand das Mädchen ihrem Angebeteten ihre Liebe, der Jüngling entführte sie an einen Ort, an dem sie beide unbekannt waren und unerkannt bleiben konnten, sie heirateten und lebten fortan glücklich miteinander bis ans Ende ihrer Tage.”
Sein Buch “Kaffeesatz lesen” sowie Anleitungen und Regeln für das Do-it-Yourself-Orakel, findet ihr auf seiner Homepage. Wer für Silvester noch eine Alternative zum Bleigießen sucht, der bekommt das Set “Kaffeesatzlesen” bei uns an Bord für nur 4,50 €! Los geht´s Kaffeepiraten – Kaffee lügt nicht!