
Thomas Eckel von der Murnauer Kaffeerösterei ist seit Montag und noch den ganzen August über mit seinen drei Lieblingsröstungen, einem Biokaffee nämlich und zwei Espressi bei uns an Bord. Nimmt man es genau, dürfte man die Röstungen allerdings nicht als “Kaffee” oder “Espresso” kategorisieren. Denn, und das ist das Besondere an Thomas’ Röstkunst: Alle Bohnen, die aus seinem Röster kommen, kann man sowohl als Espresso, als auch als Kaffee zubereiten. Entsprechend dem allgemeinen Trend in der Kleinrösterszene röstet Thomas seine Kaffees recht hell. Das schont die Bohnen und erhält ihre volle Aromenvielfalt.
Wir haben uns bei unserem Kaffeetest für zwei Geräte entschieden, mit denen wir die Röstungen zubereiten: Den Siebträger und die AeroPress. Wir legen los und schütten die ersten Bohnen in unsere geliebte Skerton Handmühle:
Bio-Kaffee Bolivien

Ganz feine Rohkaffee-Bohnen hat Thomas hier aufgetan und wenn er von diesem Kaffee spricht, dann kommt er ins schwelgen. Unglaublich harmonisch und in seinen Aromen ausgeglichen sei dieser Kaffee, meint er. Auf das Ergebnis sind wir nach dieser Aussage natürlich doppelt gespannt. Wir bereiten den Kaffee mit 18 Gramm Kaffeemehl, wie Filterkaffee gemahlen. Die AeroPress füllen wir komplett auf und lassen den Kaffee 45 Sekunden lang ziehen bevor wir den Kolben langsam herunterpressen.
Wir schmecken: Tatsächlich liegt dieser Kaffee weich und voll im Mund und entfaltet behutsam seine Aromen. Wir schmecken feine Nuancen von Mandel, Haselnuss und Schokolade. Dazu ein fruchtiger Anklang – ein extrem harmonischer Kaffee, Tatsache!
Wir empfehlen: Diesen Kaffee sollte man behutsam zubereiten, mit dem Handfilter oder in der French oder AeroPress. Unbedingt schwarz trinken und nicht durch Milch oder Zucker stören!
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Espresso Äthiopien Kaffa

Dieser Espresso ist wild gewachsen, darum ein “Ökokaffee”. Er besteht aus 100% Arabicabohnen aus Äthiopien, genauer gesagt der Region Kaffa. Trotz fehlenden Robustaanteils und der vergleichsweise hellen Röstung, ist dieser Espresso aber richtig kräftig. Er läuft in einem dichten Cremastrahl aus dem Siebträger in die Tasse und wir nehmen gespannt den ersten Schluck.
Wir schmecken: Einen vollen, würzigen Espresso mit einer deutlichen Schokonote und einem langanhaltenden Abgang und Nachgeschmack.
Wir empfehlen: Auf jeden Fall im Siebträger zubereiten wegen der schönen Cremabildung. Im Espressokocher funktioniert er aber auch super und bekommt diese feine Mokkanote. Und zuletzt ist er natürlich eine perfekte Basis für sämtliche Milchkaffeegetränke.
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Espresso el Castillo

Eine Mischung aus 70% Arabicabohnen aus Kolumbien und Brasilien und 30% Robustabohnen aus Indien – der sich in der Maschine allerdings ganz anders verhält als der Espresso aus Äthiopien. Die Crema ist nämlich sehr hell, was daran liegt, dass auch der Espresso wesentlich heller geröstet ist als der Espresso Kaffa. Und was ergibt der Geschmackstest?
Wir schmecken: Ein nussig, schokoladiges Aroma. Der Espresso ist vollmundig und würzig, allerdings etwas milder als der Espresso aus Äthiopien.
Unsere Empfehlung: Diesen Espresso würden wir immer schwarz trinken, denn er liegt angenehm auf der Zunge und ist schön bekömmlich.
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