
Dieses Jahr wurde Ostern für die Kaffeepiraten vorgezogen. Denn heute morgen bekamen wir eine tolle Kaffeebescherung, oder besser gesagt, ein Kaffee-Nest: 2 Espressi der microroasters of organic coffee, genannt “Blue Bottle Coffee”, aus San Francisco wurden uns mitgebracht und natürlich mussten wir die Kaffeebeutel umgehend aufreißen und in die Mühle schütten. Blue Bottle Coffee hatten wir schon vor einigen Monaten bei der Kaffeerecherche entdeckt und ihr minimalistisches Design und den nachhaltigen Ansatz, nur Biokaffees zu verarbeiten, fanden wir super. Dann fuhr ein Freund nach San Francisco und natürlich bekam er von uns die obligatorischen Lieblingscafé-Tipps. Tatsächlich wurde Blue Bottle zu seinem favourite spot – täglich gönnte er sich eine Dosis Blue Bottle Cappuccino.
Und nicht nur ihm schmeckte der Kaffee so gut, dass er immer wieder kam: In den Blue Bottle Coffee Shops in New York, San Francisco und Oakland stehen tagaus, tagein lange Schlangen bis hinaus auf die Straße – nur um einen Becher frischen Kaffees trinken zu können.
Wie es zu Blue Bottle Coffee kam? Ein Musiker und Kaffeefanatiker beschloss, aus seiner Leidenschaft eine Tugend zu machen. Er kaufte sich einen alten 3Kilo-Röster und beschloss, frisch gerösteten, fair gehandelten Biokaffee anzubieten, der vor maximal 48 Stunden geröstet wurde. Eine edle Idee, die schnell viele Fans fand. Und so gibt es inzwischen Coffee Shops mit kleinen, alten Probatröstern an Ost- und Westküste und viele, viele Blue Bottle Addicts.

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Natürlich wären die Röster von Blue Bottle keine wahren Kaffee-Geeks, wenn sie nicht ganz außergewöhnliche Espressi kreieren würden. Unsere beiden Blends zum Beispiel bereitet man mit 20, bzw 21 Gramm im Doppelsieb, also für 2 Espressi zu. Die Brühtemperatur soll bei 198, bzw 203 Grad (äh Fahrenheit natürlich…) liegen und die Extraktionszeit bei ganzen 35 Sekunden. Entsprechend habe ich so meine Schwierigkeiten bei der Zubereitung. Der Siebträger ist mit 16 Gramm schon randvoll, also tampere ich schonmal vor. Denn den Rest obendrau, schön festgedrückt – aber obwohl ich die Mühle auf den feinsten Mahlgrad eingestellt habe, läuft der Kaffee noch ein bisschen zu schnell durch….ich komme maximal auf 30 Sekunden. Vielleicht liegt das daran, dass die Bohnen inzwischen nicht mehr 48Stunden frisch sind? Kaffee-Experten vor, erzählt mir, wie ich es besser machen kann! Dennoch ist das Geschmackserlebnis berauschend! Allein die Bohnen riechen wunderbar aromatisch und intensiv. Der Roman Espresso riecht fast schon wie ein Cognac, so karamellig süß. Und das, obwohl die Bohnen in simplen Papiertüten verpackt sind!

Wir sind der Meinung, dass Deutschland langsam auch bereit ist: Für Coffeeshops, die so guten Kaffee zubereiten, dass man bereit ist für ihn Schlange zu stehen! Und wer in der Zwischenzeit einmal in die Staaten reisen sollte, kommt an Blue Bottle Coffee nicht vorbei! Hier findet Ihr alle Locations. Und hier könnt Ihr nochmal die ganze Geschichte nachlesen.
P.S. Ach ja, außer dem Roman Espresso probierten wir noch den Hayes Valley Espresso.

Huhu
Also bei der Brühtemperatur habt ihr euch doch hoffentlich vertan und ihr meint Fahrenheit?? ;)
ups, natürlich! da hat sich der fehlerteufel eingeschlichen…wird gleich korrigiert!